Hammerlos Bayern München für Salzburg im CL-Achtelfinale

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Österreichs Serienmeister Salzburg nimmt es im Achtelfinale der Fußball-Champions-League mit Schwergewicht Bayern München auf. Nach einer kuriosen Panne musste die Auslosung am Montag am UEFA-Hauptsitz in Nyon wiederholt werden, anstelle des ursprünglichen Gegners Liverpool wurde es schließlich Deutschlands Rekordmeister mit ÖFB-Teamkicker Marcel Sabitzer. Es wird ein Wiedersehen mit den Bayern, denen man in der CL-Gruppenphase 2020/21 zweimal unterlegen war.

Die erste Partie der Salzburger steigt in Wals-Siezenheim am 15./16. oder 22./23. Februar, das Auswärts-Rückspiel in München geht am 8./9. oder 15./16. März über die Bühne.

Die jüngsten Duelle mit dem FCB sind nur etwas mehr als ein Jahr alt: Zuhause erlitt Salzburg am 3. November 2020 eine 2:6-Schlappe, auswärts gab es am 25. November 2020 ein 1:3. Damals noch im Bayern-Dress mit dabei war ÖFB-Star David Alaba, der nun bei Real Madrid kickt. Ihm folgte mit Marcel Sabitzer wieder ein Österreicher, der zudem Salzburg-Vergangenheit besitzt und in der Saison 2014/15 für die „Bullen“ spielte. So wie es auch Verteidiger Dayot Upamecano einst tat.

Der sechsfache CL- bzw. Meistercupsieger um Tormaschine Robert Lewandowski zählt auch heuer wieder zu den Favoriten auf die „Königsklasse“, in der deutschen Bundesliga marschiert die Truppe von Trainer Julian Nagelsmann scheinbar unbeirrt zum 32. Titel respektive den zehnten in Folge. Zumindest diese totale Dominanz auf nationaler Ebene eint die beiden Kontrahenten: Salzburg steuert auf das neunte Championat en suite zu.

Die Münchner Bilanz seit Einführung der CL 1992 - exklusive der laufenden Saison - spricht Bände: Bei 24 Teilnahmen triumphierte man drei Mal (zuletzt 2020) und stand weitere drei Mal im Finale. Weitere sechs Mal erreichten die Bayern das Halbfinale, nur einmal war in der Gruppenphase (2003) Endstation.

Bis die Salzburger am Montag allerdings Gewissheit hatten, wurden die Nerven auf die Probe gestellt. Denn die um 12.00 Uhr durchgeführte Auslosung am UEFA-Hauptquartier in Nyon musste drei Stunden später wegen eines Fehlers wiederholt werden. Manchester United war zunächst Villarreal zugelost worden. Dies war laut Reglement aber gar nicht erlaubt, da beide Clubs schon in der Gruppenphase aufeinandertrafen. Das Problem war zwar gleich erkannt und schließlich Manchester City als Villarreal-Gegner gelost worden.

Im Anschluss aber kam die Kugel mit United nicht in den Lostopf der möglichen Gegner von Atletico Madrid. Stattdessen war Liverpool mit im Topf, das aber schon in der Gruppenphase gegen Atletico spielte. Schließlich erhielten die Spanier Bayern München als Gegner. ManUnited wurden anschließend als Gegner von Paris Saint-Germain gezogen, Salzburg erhielt Liverpool.

Nach Protesten u.a. Atleticos entschied die UEFA auf eine Wiederholung und begründete den Schritt mit einem „technischen Fehler der Software, die einteilt, welche Teams nicht gegeneinander gezogen werden können“.


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