Prozess um Handel mit 13,8 Mio. Captagon-Pillen in Salzburg

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Ein aufwendiger und bis zu 15 Tagen dauernder Prozess mit 14 Angeklagten startet am Dienstag am Landesgericht Salzburg. Es geht um den Handel mit mindestens 13,8 Millionen Captagon-Aufputschtabletten zu einem mutmaßlichen Verkaufswert von rund 40 Millionen Euro. Die Beschuldigten - 13 davon sitzen in Untersuchungshaft - sollen Mitglieder einer internationalen Tätergruppe sein, die Drogen von Juni 2016 bis März 2021 aus dem Libanon nach Österreich geschmuggelt hat.

Österreich spielte im Handel mit den Captagonpillen, die unter das Suchtmittelgesetz fallen, eigentlich nur die Rolle einer Zwischenstation. Umschlagplatz soll eine Pizzeria im Flachgau gewesen sein. Das Captagon wurde den Ermittlungen zufolge im Libanon hergestellt und war für Saudi-Arabien bestimmt. Der Umweg über Europa erfolgte nur deshalb, weil Importe aus der EU in Saudi-Arabien offenbar deutlich weniger kontrolliert werden als die Wareneinfuhr aus dem Vorderen Orient.

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