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Thiem nicht beunruhigt: Comeback läuft nach Plan

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Dominic Thiem ist nicht beunruhigt. Sein Weg zum Comeback nach halbjähriger Verletzungspause laufe nach Plan, bekräftigte der Niederösterreicher am Mittwoch, nachdem er am Vortag sein Antreten beim Einladungsturnier in Abu Dhabi abgesagt hatte. Der erste Gradmesser vor den Mitte Jänner startenden Australian Open wird nun der ATP-Cup zu Jahresbeginn in Sydney. Bis dahin sollen die letzten Zweifel beseitigt werden.

„Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt noch nicht bereit bin, um auf dem höchsten Level mithalten zu können“, begründete Thiem bei einem Online-Medientermin seinen Verzicht auf Abu Dhabi. Dort hätte er sich am Donnerstag mit Andy Murray messen sollen. Für den Vergleich mit dem Schotten sei es jedoch noch zu früh. „Zwei, vielleicht drei Sätze voll zu spielen - dafür reicht es nicht“, sagte der 28-Jährige.

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Der US-Open-Sieger von 2020 muss wegen einer Verletzung im rechten Handgelenk seit seinem Antreten auf Mallorca am 22. Juni auf der Tour pausieren. Zwischenzeitlich warf ihn ein zu früher Wiedereinstieg ins Training zurück. „Das Schwierigste ist, das aus dem Kopf hinauszubekommen, die Bewegung, wo es passiert ist. Mir ist es zweimal passiert und das ist noch immer sehr präsent im Kopf“, wies Thiem auf die mentale Komponente hin. Körperlich sei alles im bester Verfassung. „Das Handgelenk ist stärker und beweglicher als je zuvor.“ Dies habe auch ein Scan wenige Tage vor der Abreise nach Dubai gezeigt.

Anfang Oktober wurde die Schiene abgenommen, knappe zwei Wochen später folgten die ersten Schläge. Dauerten die Einheiten zu Beginn 15 bis 20 Minuten, trainiert Thiem aktuell nun zweieinhalb Stunden täglich. Für die Fitness ist der Brite Jez Green verantwortlich, als Physio arbeitet nach der Trennung von Alex Stober nun der Portugiese Carlos Costa mit dem Österreicher.

Es fehlt freilich an Trainingspartnern aus der Weltelite. Ausschlaggebend für die Absage in den Emiraten war deshalb auch, dass er noch keine Sätze auf Wettkampfniveau bestreiten konnte, so Thiem. „Ich gehe nur auf den Platz, wenn ich die Vorhand zu 100 Prozent durchziehen kann und ich bin derzeit bei 80.“

Thiem sprach von einem Stufenplan. „Der ganze Prozess läuft nach Plan. Ich bin schmerzfrei. Aber ich hänge im Training hinten nach.“ Abu Dhabi sei auch nach der Zusage ein Wackelkandidat gewesen. „Es war klar, dass es eng wird.“ Für das Antreten beim ATP-Cup ist Thiem jedoch optimistisch. Nach einer weiteren Woche in Dubai geht es noch vor Weihnachten nach Australien zur Akklimatisierung. In Sydney stehen auch Trainingsmatches auf dem Programm, jeder Tag soll genutzt werden. Die am 17. Jänner startenden Australian Open sind fix eingeplant. Davor könnte der Weltranglisten-15. noch das ATP-250-Turnier in Sydney bestreiten.

Die Erwartungshaltung ist bei Thiem vorerst „nicht so hoch“ angesetzt. „Es ist das erste Mal, dass ich nach einer so langen Verletzungspause zurückkomme.“ Nach sechs Monaten ohne Match kann er das „Protected Ranking“ nutzen. Nichtsdestotrotz warten nach der Rückkehr auf die Tour die härteren Gegner im Turnierverlauf früher. „Es wird sicher ein steiniger Weg zurück werden, das Niveau ist sehr hoch. Aber ich habe mich in jüngeren Jahren auch raufarbeiten müssen, da habe ich es auch geschafft“, sagte Thiem. Es gelte nun auch, die Erfahrung aus den bisherigen Jahren in der Weltspitze einzusetzen.

Mit Plänen über Australien hinaus will sich Thiem noch nicht groß beschäftigen. So stünde für Österreichs Team Anfang März in Südkorea der Davis Cup auf dem Programm. Ob mit oder ohne das heimische Aushängeschild ist offen, Thiem ließ sich nichts entlocken: „Das ist noch sehr weit weg. Ich weiß nicht einmal, wie es zu Jahresbeginn ausschaut. Je nachdem, wie es läuft, werden wir dann weitersehen.“


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