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Vermutlich Dutzende Tote nach Taifun auf den Philippinen

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Der Taifun „Rai“ hat auf den Philippinen schwere Verwüstungen angerichtet und Dutzende Menschenleben gefordert. Mindestens 24 Menschen starben nach Angaben örtlicher Behörden vom Freitag. Der Tropensturm habe nicht nur Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst, sondern auch Dächer abgedeckt sowie zahlreiche Bäume und Strommasten aus dem Boden gerissen, teilte der Katastrophenschutz mit. Mehr als 300.000 Menschen brachten sich vor dem Sturm in Sicherheit.

„Häuser, die aus leichten Materialien gebaut wurden, sind eingestürzt, Betonkonstruktionen wurden beschädigt, und viele Gebiete sind ohne Strom“, sagte Katastrophenschutz-Sprecher Mark Timbal. Etwa fünf Millionen Einwohner des südostasiatischen Inselstaats waren zeitweise ohne Strom.

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Zahlreiche Inlandsflüge wurden gestrichen und der Schiffsverkehr eingestellt. Mehrere Flughäfen des Landes sollen schwere Schäden davongetragen haben. „Rai“ war am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) erstmals auf Land getroffen. Besonders betroffen waren südliche und östliche Regionen des Inselstaates.

„Wir beginnen gerade erst, einen allgemeinen Überblick der Situation zu bekommen, aber es ist klar, dass die Zerstörung sehr ausgedehnt ist“, sagte der Chef des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes auf den Philippinen, Alberto Bocanegra. Insbesondere um die Menschen auf der Ferieninsel Siargao seien die Helfer sehr besorgt.

Der Katastrophenschutz bestätigte mindestens zwölf Tote, während die Polizei und örtliche Beamte mindestens 24 Todesopfer durch „Rai“ meldeten. Mindestens zwölf starben den Angaben nach in der Provinz Cebu. Darunter waren sechs Menschen in Mandaue City, deren Häuser von einer einstürzenden Betonumzäunung zerstört wurden, wie Bürgermeister Jonas Cortes sagte.

Vier weitere Menschen kamen in der Provinz Negros Occidental ums Leben, wie der örtliche Gouverneur Jose Lacson mitteilte - darunter eine 64-jährige Frau, deren Haus von einem umfallenden Baum getroffen wurde. In der südlichen Provinz Bukidnon erschlug ein umstürzender Baum Polizeiangaben zufolge einen 14 Jahre alten Jungen.

Mindestens sieben weitere Tote wurden in Iloilo City sowie den Provinzen Guimaras, Misamis Occidental, Surigao Del Norte und der bei Surfern beliebten Insel Siargao etwa 760 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila gemeldet.

Aus Surigao berichtete der Korrespondent des Fernsehsenders ABS-CBN, Dennis Datu: „Alle Gebäude wurden schwer beschädigt, auch das Katastrophenamt der Provinz. Es sieht aus, als sei es von einer Bombe getroffen worden.“ Viele Menschen in Surigao stünden offenbar „unter Schock“. Die Hauptzufahrtsstraßen zu der Stadt waren laut Datu durch umgestürzte Bäume und Stromleitungen sowie durch Erdmassen blockiert.

„Rai“ zog unterdessen leicht abgeschwächt, aber immer noch mit Windböen von bis zu 205 Kilometern pro Stunde über das Land. Der Taifun, der auf den Philippinen „Odette“ heißt, bewegte sich Richtung Westen und soll laut nationalem Wetterdienst voraussichtlich am Samstag die Philippinen verlassen.

Der Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Der bisher schlimmste Taifun „Haiyan“ hatte im November 2013 tausenden Menschen das Leben gekostet. Mehr als vier Millionen Menschen mussten fliehen.


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