1.315 Tote im Mittelmeer im bisherigen Jahr

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1.315 Menschen sind von Jänner bis Anfang November dieses Jahres im zentralen Mittelmeer bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ums Leben gekommen. 28.600 Migranten wurden auf See abgefangen und von der libyschen Küstenwache zurückgebracht, wie aus Angaben der Hilfsorganisation Save the Children auf Grundlage von Daten der Internationalen Migrantenorganisation am Internationalen Tag für die Rechte der Migranten hervorgeht.

„Wir können der unmenschlichen Politik eines Europa, das das Leiden von Männern, Frauen, Mädchen und Kindern an seinen Grenzen ignoriert, nicht den Rücken kehren“, sagte Raffaela Milano, Direktorin der Italien-Europa-Programme von Save the Children laut Medienangaben.

Save the Children erinnert an die „Kinder, die bei dem Versuch, einen Fluss zwischen Kroatien und Slowenien zu überqueren, unter Wasser starben oder im Wald an der Grenze zwischen Weißrussland und Polen verhungerten und erfroren“. „Sie sind nur schuldig, nach einer möglichen Zukunft des Friedens für sich und ihre Angehörigen zu suchen“, so Milano.

„Wir wollen kein Europa, in dem Gewalt, Missbrauch und Tod als Kollateralschaden betrachtet werden und in dem die Verteidigung einer Grenze Vorrang vor dem Schutz auch nur eines Menschen hat“, so Milano. Die Organisation fordert daher die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, „ihren europäischen und internationalen rechtlichen Verpflichtungen nachzukommen und unverzüglich zu handeln, um Menschen die Möglichkeit zu geben, in Europa internationalen Schutz zu beantragen“.

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Bis 14. Dezember dieses Jahres sind 63.062 Menschen in Italien eingetroffen. Im Jahr 2019 waren es nach Angaben des italienischen Innenministeriums 11.097 und im Jahr 2020 32.919.


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