EU-Impfnachweise ohne Booster nur noch neun Monate gültig

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Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate für Reisen innerhalb der EU künftig spätestens neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Theoretisch können die EU-Länder noch ein Veto einlegen, was aber als so gut wie ausgeschlossen gilt, da die Regelung mit den Staaten abgestimmt wurde. Österreich hat die Gültigkeit der Zertifikate im Grünen Pass bereits zuvor auf 270 Tage gekürzt.

Covid-Auffrischungsimpfungen werden nun spätestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung empfohlen. Das Impfzertifikat soll aber drei weitere Monate gültig sein, bevor es abläuft, damit man genug Zeit hat, sich eine Auffrischungsimpfung zu holen. Nach einer Auffrischimpfung werde die Gültigkeit bisher unbegrenzt verlängert, da es noch keine ausreichenden Informationen über die Dauer des Schutzes durch die Booster gebe, teilte ein EU-Beamter mit.

Die Regelung ersetzt eine unverbindliche Empfehlung der Brüsseler Behörde vom November und gilt nur für Reisen in der EU. Bei einer Verschärfung der Lage können die Staaten aber zusätzliche Auflagen wie eine Test- oder Quarantäne-Pflicht verlangen. Sie werden aber aufgefordert, sich an die Absprachen zu halten, wonach die Bewegungsfreiheit nicht „unverhältnismäßig“ eingeschränkt werden soll. Die Gültigkeitsdauer des Passes für den Zugang zu Veranstaltungen oder Indoor-Aktivitäten können die EU-Staaten ebenfalls selbst festlegen.

Der EU-Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung in Praxen und Impfzentren erstellt wird oder nachträglich in Österreich etwa in Apotheken erhältlich ist. Der Code ist in einer Smartphone-App darstellbar und kann digital ausgelesen werden. Die Codes werden trotz verschiedener Apps der einzelnen Länder überall in der EU erkannt und erleichtern auf Reisen Nachweise über Impfungen, frische Tests und kürzlich überstandene Infektionen mit dem Coronavirus.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bereits nach dem EU-Gipfel vergangene Woche angekündigt, dass ihre Behörde zeitnah eine Regelung mit Blick auf den EU-Impfnachweis vorlegen werde. Vor der diesjährigen Sommersaison hatten sich die EU-Länder und das EU-Parlament auf die letzten Details der europaweiten Zertifikate geeinigt. Sie werden mittlerweile in zahlreichen Ländern auch außerhalb der EU anerkannt.

Das digitale Covid-Zertifikat der EU sei eine Erfolgsgeschichte, betonte die EU-Kommission. Bisher seien in der EU 807 Millionen Zertifikate ausgestellt worden. Insgesamt 60 Länder und Territorien auf fünf Kontinenten hätten sich dem System angeschlossen.

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