Michael Hayböck plant mit Tournee-Einstieg am Bergisel

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Skispringer Michael Hayböck gibt zwölf Wochen nach seiner Bandscheiben-Operation ein Wettkampf-Comeback. Der Oberösterreicher reist am Sonntag mit dem österreichischen Contintental-Cup-Team nach Engelberg, wo am Montag und Dienstag zwei Konkurrenzen angesetzt sind. Quasi zeitgleich startet in Oberstdorf die Vierschanzentournee. Hayböcks Ziel ist, bei den Österreich-Stationen einzusteigen und auch die Hoffnung auf eine Olympia-Nominierung hat er noch nicht aufgegeben.

Der 30-Jährige ist am 8. Dezember in Seefeld auf die Schanze zurückgekehrt, diese Woche war er auf dem Innsbrucker Bergisel mit dem Nationalteam um Stefan Kraft schon gemeinsam auf dem Bakken. Diesmal zwar noch als Mitglied einer anderen Trainingsgruppe, was sich über das erweiterte Tournee-Kontingent aber bald ändern soll. „Es ist der große Wunsch, dass ich am 3. Jänner auf dem Bergisel am Start bin. Die Sehnsucht wäre groß“, sagte Hayböck gegenüber der APA - Austria Presse Agentur.

Es gehe ihm gut, mit seinem Zustand ist er zufrieden, er wolle nun einfach wieder ins Wettkampfgeschehen hineinkommen. Doch sei auch noch Vorsicht geboten, er müsse noch immer gut auf den Körper hören. „Das muss ich schon einhalten, weil ich merke, dass die Skisprung-Belastung im Körper noch arbeitet. Aber es ist alles im Normbereich.“ Doch sei noch ein bisschen eine Seitlichkeit da, da der vom Bandscheibenvorfall mehr betroffene linke Fuß auf das Training nicht so reagiere wie der rechte.

Ein Wettkampf vor dem Weltcup-Comeback macht Sinn. Hayböck: „Das tut gut, damit man vielleicht die ein, zwei Luken mehr Anlauf hat, dass es ein bisschen leichter geht. Ergebnistechnisch setze ich mir keine Ziele, sondern es ist ein nächster Step im Zurückkommen.“ Der bisherige Weltcup-Saisonverlauf der ÖSV-Equipe sei für ihn auch Motivation. „Weil ich weiß, wenn ich meine sieben Zwetschken beieinander habe, traue ich mir das genauso zu. Wichtig ist dafür ist nur, dass es körperlich passt.“

Bis zur Olympia-Eröffnung sind es noch sechs Wochen, ab dem Bergisel-Springen wird es bloß ein Monat sein. Der Sprung in den Peking-Flieger ist für Hayböck daher ein hoher, er hält ihn aber noch für möglich: „Wenn alles wirklich immer perfekt läuft, kann es sich ausgehen. Das schwebt mir sicher noch im Kopf. Aber es ist eine Situation, die schwierig ist und es würde die Welt nicht untergehen, wenn es sich nicht ausgeht. Es wäre eher ein Wunder, wenn ich dort in Höchstform bin und mitfahren darf.“

Denn der skisprung-technische Trainingsrückstand sei groß, hatte Hayböck doch auch im Sommer wegen eines Einrisses des Syndesmosebandes rund einen Monat pausieren müssen. „Da war keine Zeit für kontinuierliche Vorbereitung, ich kann es jetzt nur mit Routine machen.“ Das Sprung-Training sei da aber eher nur dazwischengeschoben, Priorität Nummer eins ganz klar die Verbesserung der Rumpfstabilität. „Das ist die Grundvoraussetzung, dass ich noch ein paar Jahre Skispringen vor mir habe.“


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