Totenzahl in Syrien-Krieg auf niedrigstem Stand seit 2011

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Im Syrien-Krieg sind heuer so wenig Menschen ums Leben gekommen wie noch nie seit Kriegsausbruch vor zehn Jahren. Dies teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch in London mit. Demnach starben mehr als 3.700 Menschen kriegsbedingt, darunter 1.500 Zivilisten. Unter ihnen seien 306 Kinder gewesen. Im Vorjahr waren 6.800 Tote gezählt worden, im Jahr 2019 waren es mehr als 10.000.

Den Angaben zufolge hat Syrien mittlerweile Afghanistan als Land mit den meisten Opfern von Landminen überholt. 2021 waren Minen und andere übrig gebliebene Kriegsmaterialien für knapp 300 Todesfälle verantwortlich. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Syrische Regierungstruppen, die von russischen Einheiten unterstützt werden, greifen noch gelegentlich Stellungen von Rebellen um Idlib im Nordwesten des Landes an. Eine Waffenstillstandsvereinbarung wird jedoch weitgehend eingehalten. Kämpfer der Jihadisten-Organisation Islamischer Staat (IS) verübten bisweilen Angriffe im Osten Syriens, auch nach der Zerschlagung ihres sogenannten Kalifats 2019. Im syrischen Bürgerkrieg sind fast 500.000 Menschen getötet worden. Der Konflikt hatte die größte Fluchtbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg zur Folge.

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