ÖSV-Technikerinnen in Lienz um erstes Saisonpodest

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Es ist länger her, dass Österreichs Technikerinnen ohne Stockerlplatz zu den nachweihnachtlichen Weltcup-Rennen in Österreich gereist sind. Das war in der Saison 2016/17 der Fall, als es letztlich insgesamt überhaupt nur einen Podestrang im ganzen Winter für das ÖSV-Riesentorlauf- und Slalomteam gab. Am Dienstag und Mittwoch in Lienz tritt der ÖSV wohl wieder in Bestbesetzung an, Katharina Liensberger dürfte nach der Coronainfektion und Zwangspause wieder im Aufgebot stehen.

Fehlen wird indes fix die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und damit die Führende im Gesamtweltcup und der Riesentorlaufwertung sowie die Gewinnerin beider Rennen 2019 in der Dolomitenstadt wegen eines positiven Coronatests. „Es geht mir gut, aber unglücklicherweise habe ich einen positiven Covid-Test abgegeben. Ich folge dem Protokoll und isoliere mich und werde Lienz verpassen“, teilte die US-Amerikanerin auf Twitter mit.

Shiffrin und Liensberger sind nicht die einzigen Topläuferinnen, die wegen Corona ein oder mehrere Rennen in diesem Winter verpasst haben oder verpassen. Die Schweizerin Lara-Gut Behrami fehlte bei den zwei Speedrennen in Val d‘Isere und in den beiden Riesentorläufen in Courchevel. Die Starts von Liensberger und Gut-Behrami in Lienz sind bis jetzt noch nicht bestätigt.

Liensberger hatte vor zwei Jahren die seit 2013 andauernde Stockerlplatz-Sperre der Österreicherinnen in Lienz beendet, war im Riesentorlauf Dritte geworden. Am Dienstag (10.00/13.00 Uhr/live ORF 1) sind die Schwedin Sara Hector, die Italienerin Marta Bassino und die Schweizerin Michelle Gisin die großen Gejagten.

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In ihrem einzigen Rennen in dieser Disziplin verpasste Liensberger in Sölden als Vierte das Podest, konstanteste ÖSV-Läuferin in diesem Winter war Ramona Siebenhofer als Zehnte, Achte und Siebente. In Frankreich war Katharina Truppe im ersten Rennen Elfte, Stephanie Brunner im zweiten Neunte geworden. Dieses Quartett hat auch die besten Chancen für die Teilnahme am Medaillenevent bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Im Jänner folgt davor am 8. noch ein Weltcup-Rennen in Maribor, am 25. am Kronplatz.

Im Slalom am Mittwoch (10.00/13.00 Uhr/live ORF 1) ist Vlhova die Topfavoritin, sie gewann beide Levi-Rennen und wurde in Killington hinter Shiffrin Zweite. Sechs Top-12-Plätze waren für Österreichs Frauen bisher drinnen, nur Weltmeisterin Liensberger (Sechste, Achte, Vierte), Truppe (Neunte) und Katharina Huber (Zwölfte, Zehnte) kamen in die Top zwölf.

Mit den Rennen in Zagreb, Maribor und Flachau zwischen 4. und 11. Jänner bietet sich auch für Chiara Mair, Marie-Therese Sporer und Katharina Gallhuber noch die Chance, sich für China zu empfehlen.

Fans sind bei den Österreich-Rennen wegen der Covid-19-Präventionsmaßnahmen nicht erlaubt, womit auch sämtliches Rahmenprogramm entfällt. Lokalmatadorin Truppe wartet noch auf ein absolutes Topergebnis in Lienz, vor zwei Jahren war sie 24. (Riesentorlauf) und 18. (Slalom), das beste Ergebnis ist der neunte Slalomrang 2015. „Lienz ist für mich ein Heimrennen. Die Vorfreude darauf ist enorm. Normal hörst du die Leute schreien, wenn man in den Zielhang fährt. Leider fällt das heuer weg. Klar wird uns allen bei den beiden Rennen in Lienz dieses Feeling abgehen“, sagte sie.


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