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Indien sperrt Mutter-Teresa-NGO die Auslandsspenden

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Eine von der Ordensschwester Mutter Teresa gegründete Hilfsorganisation soll nach einer neuen Entscheidung der indischen Regierung kein Geld von ausländischen Gebern mehr erhalten dürfen. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Innenministeriums hieß es, eine entsprechende Lizenz für die Organisation Missionaries of Charity (Missionare der Wohltätigkeit) sei nicht verlängert worden. Kritiker verurteilten den Schritt als Schikane der christlichen Gemeinschaft.

In der Erklärung des indischen Innenministeriums hieß es, die 1950 von Mutter Teresa gegründete Hilfsorganisation erfüllte die „Eignungskriterien“ für den Erhalt ausländischer Gelder nicht mehr. Bei einer Überprüfung seien „unerwünschte Beiträge“ an die Organisation festgestellt worden. Genauere Angaben machte das Ministerium nicht.

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Vor rund zwei Wochen hatte die Polizei im Unionsstaat Gujarat mit Ermittlungen gegen die Missionaries of Charity begonnen. Vertretern der Organisation wird dort vorgeworfen, Hindus zum Übertritt zum Christentum gezwungen zu haben. Der Vorwurf der „erzwungenen Konversion“ wird von hindu-nationalistischen Hardlinern in Indien immer wieder erhoben.

Der Generalvikar der Erzdiözese Kolkata, Dominic Gomes, bezeichnete die Entscheidung als „grausames Weihnachtsgeschenk für die Armen“. Die Missionaries of Charity betreiben in ganz Indien Unterkünfte für Obdachlose und arme Menschen. Der Tageszeitung „The Hindu“ zufolge erhielt die Organisation im Haushaltsjahr 2020/21 750 Millionen US-Dollar (662 Millionen Euro) aus dem Ausland.

Seit dem Amtsantritt der hindu-nationalistischen Regierung von Premierminister Narendra Modi in Indien im Jahr 2014 beklagen Aktivisten in dem Land eine zunehmende Diskriminierung von Angehörigen religiöser Minderheiten. Die US-Kommission für Religionsfreiheit stufte die Lage in Indien mit Blick auf die Religionsfreiheit im vergangenen Jahr erstmals als „besorgniserregend“ ein.


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