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Verwirrung um Durchreise von Briten durch Frankreich

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Paris hat ein Durchfahrtverbot für Briten durch Frankreich vorübergehend aufgehoben, das in London Irritationen ausgelöst hatte. In der Zeit nach Weihnachten und Silvester dürften Briten, die zu ihrem Hauptwohnsitz in einem anderen EU-Land reisen wollten, Frankreich ausnahmsweise durchqueren, teilte das französische Innenministerium am Donnerstag auf dpa-Anfrage mit.

Als Grund gab das Ministerium an, dass viele ausgewanderte Briten über die Festtage in ihr Heimatland gereist seien und nun wegen des von Frankreich verhängten Transitverbots vor Schwierigkeiten stünden, zu ihrem Wohnort zurückzukehren. Außerhalb der zeitlich begrenzten Ausnahmeregelung gelte aber wieder ein Durchreiseverbot für Briten, die ihren Hauptwohnsitz in einem anderen EU-Land hätten.

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Die Aufregung wurde durch einen Tweet des Unternehmens Eurotunnel ausgelöst, das am späten Mittwochabend mitteilte, Briten mit Wohnsitz in einem EU-Land außerhalb Frankreichs dürften nicht mehr mit dem Zug unter dem Ärmelkanal nach Frankreich einreisen.

Frankreich stuft Großbritannien wegen der dort dominierenden Omikron-Variante des Coronavirus als Land der „roten Zone“ ein. Von dort aus kommend darf daher derzeit nur einreisen, wer zwingende Gründe vorweisen kann: also wer etwa seinen Hauptwohnsitz in Frankreich hat oder selbst französischer Staatsbürger ist. Es gibt aber Ausnahmen, etwa für Lastwagen. Die Regierung in London hatte Paris am Donnerstag zu einer Klarstellung aufgefordert, ob Briten auf ihrer Fahrt in andere EU-Länder durch Frankreich reisen dürfen.

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Das britisch-französische Verhältnis ist derzeit schwer belastet. So streiten London und Paris etwa über Fischereilizenzen im Ärmelkanal.

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