Mancherorts ist schon 2022

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Das Jahr 2022 hat in einigen Ländern der Welt schon begonnen. Als erste starteten die Bewohner der Südsee-Inseln Samoa und Kiribati um 11.00 Uhr MEZ ins neue Jahr. Eine Stunde später folgte Neuseeland. Mit sechs Tonnen farbenprächtigem Feuerwerk vor der imposanten Kulisse der Harbour Bridge und des Opernhauses ist Sydney im 14.00 Uhr MEZ ins Jahr 2022 gerutscht. Heuer waren trotz steigender Corona-Infektionen wieder Zuschauer zugelassen.

Allerdings mussten sich alle, die dabei sein wollten, ein Ticket für einen von rund 30 Aussichtspunkten kaufen. Bürger ohne Reservierung oder Impfung sollten möglichst nicht ins Stadtzentrum kommen, hatten die Organisatoren geraten. Das weltbekannte Feuerwerk wurde live im Internet und vom TV-Sender ABC übertragen. Im vergangenen Jahr war das Zentrum Sydneys für Zuschauer komplett gesperrt worden.

Vor der Pandemie hatte das imposante Spektakel jedes Jahr mehr als eine Million Menschen angelockt. Allerdings ist der Bundesstaat New South Wales, in dem Sydney liegt, wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante die derzeit am schlimmsten von Corona betroffene Region des Landes: Am Freitag meldeten die Behörden dort mehr als 21.000 Neuinfektionen - so viele wie noch nie.

Anders als im vergangenen Jahr, als wegen der Corona-Pandemie öffentliche Feuerwerke abgesagt worden waren, durften in Samoa wieder Böller in den Himmel geschossen werden. Der Inselstaat hatte laut Tourismusbehörde eigens fünf Pyrotechnik-Experten aus Neuseeland einfliegen lassen, um das Feuerwerk zu installieren.

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Im Archipel Tonga gaben unterdessen die Naturgewalten auch zu Silvester keine Ruhe: Schon seit Weihnachten warnen die Behörden davor, sich dem Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha‘apai zu nähern. Der Feuerberg, der zuletzt 2014 ausgebrochen war, ist wieder aktiv und speit Asche und Gas in die Luft.

26 Stunden dauert es zwischen 11.00 Uhr MEZ am 31. Dezember und 13.00 Uhr MEZ am 1. Jänner, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. In Deutschland fällt die größte Silvesterparty der Republik in Berlin auch diesmal aus - inklusive fernsehtauglichem Höhenfeuerwerk über dem Brandenburger Tor. Das Fernsehen überträgt von dort aber eine Show.

Weltweit sind viele große Partys und Feuerwerke abgesagt worden, zum Beispiel in Paris und London. Andernorts wurden die Feierlichkeiten verkleinert, darunter Madrid und Rio. In Dubai ist am höchsten Gebäude der Welt, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa, wieder ein spektakuläres Feuerwerk geplant.

Auch in Russlands Hauptstadt Moskau gibt es kaum Einschränkungen, auch wenn dort - anders als in den Emiraten - die Impfquote gering ist. Unter anderem ist am Roten Platz ein großes Feuerwerk geplant.

In New York soll die traditionelle Silvesterparty am Times Square wieder mit Zuschauern stattfinden - allerdings müssen alle Besucher gegen Covid-19 geimpft sein. Die Feier soll live in Fernsehen und Internet übertragen werden - unter anderem mit dem berühmten „Ball Drop“, der Herabsenkung eines leuchtenden Kristallballs.


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