Sudans Regierungschef Hamdok verkündet Rücktritt

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Der sudanesische Regierungschef Abdalla Hamdok, das zivile Gesicht der Übergangsregierung in dem nordostafrikanischen Land, hat angesichts der anhaltenden politischen Krise seinen Rücktritt erklärt. „Ich habe mein Bestes versucht, das Land davon abzuhalten, in die Katastrophe abzugleiten“, sagte Hamdok am Sonntagabend in einer im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache.

Nun habe der Sudan angesichts seiner politischen Spaltung aber einen „gefährlichen Wendepunkt überschritten, der sein Überleben bedroht“, so Hamdok, der erst vor sechs Wochen im Rahmen einer politischen Vereinbarung mit dem Militär wiedereingesetzt worden war. Die politischen Kräfte im Land seien zerstritten, sagte Hamdok in seiner Rede an die Nation. Das Ringen um einen Konsens zwischen den am politischen Übergang beteiligten militärischen und zivilen Kräften sei erfolglos geblieben.

Hamdok war es nicht gelungen, eine Regierung zu benennen, da die Proteste gegen die Machtübernahme durch das Militär im Oktober anhielten. Hamdoks Regierung, die nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Bashir im April 2019 den Übergang zu demokratischen Wahlen hatte leiten sollen, war im Oktober von Sudans obersten General Abdel Fattah al-Burhan abgesetzt worden. Nach Massendemonstrationen und internationalem Protest setzte al-Burhan den Regierungschef vier Wochen später wieder ein.

Die Massenproteste für eine Rückkehr zu einer zivilen Regierung, gegen die das Militär teils gewaltsam vorgeht, gingen seitdem weiter. Am Sonntag wurden bei erneuten Protesten in der Hauptstadt Khartum zwei Demonstranten getötet.

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