USA fordern zivil geführte Regierung für den Sudan

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Die USA dringen nach dem Rücktritt des sudanesischen Regierungschefs Abdullah Hamdok darauf, dass das afrikanische Land wieder eine zivile Regierung bekommt. Man werde weiterhin die Demokratiebestrebungen des sudanesischen Volkes unterstützen, erklärte das Büro für afrikanische Angelegenheiten des US-Außenministeriums in der Nacht auf Montag auf Twitter. Die Gewalt gegen Demonstranten müsse sofort eingestellt werden, hieß es weiter.

Nach wochenlangen Straßenprotesten gegen die Regierung und Spannungen mit den Militärmachthabern des Landes hatte Hamdok Sonntagnacht seinen Rücktritt erklärt. Ob es einen Nachfolger geben wird, blieb zunächst unklar. Hamdok war am 25. Oktober bei einem Militärputsch entmachtet worden und erst nach Druck aus dem In- und Ausland wieder ins Amt eingesetzt worden. Gegen die fortdauernde Regierungsbeteiligung des Militärs kam es immer wieder zu Protesten. Dabei wurde Hamdok Verrat vorgeworfen.

Der Sudan wurde fast 30 Jahre lang von dem Islamisten Omar al-Bashir mit harter Hand regiert. Mehrere Bürgerkriege tobten. Der Langzeit-Machthaber wurde im April 2019 durch monatelange Massenproteste und einen Militärputsch aus dem Amt getrieben. Daraufhin einigten sich das Militär und die zivile Opposition auf eine Übergangsregierung, die den Weg zu demokratischen Wahlen ebnen sollte. Zudem waren umfangreiche Wirtschaftsreformen geplant, durch die das Militär erhebliche ökonomische Verluste hätte hinnehmen müssen. Das Militär war auch gegen die von Hamdok vorangetriebene Aufarbeitung von Menschenrechtsverstößen.

Auch Deutschland drang am Montag auf die Bildung einer zivil geführten Regierung in dem nordostafrikanischen Krisenstaat. Davon macht sie auch die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Hilfe abhängig, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin erklärte. Hamdok habe viele wichtige Reformmaßnahmen in seinem Land angestoßen. Die deutsche Regierung habe seinen Rücktritt mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Auch die Demonstrationen im Sudan zeigten, dass die Menschen dort eine militärische Machtübernahme ablehnten, sagte der Sprecher. Deshalb schließe sich Deutschland der Forderung der USA an, dass sich alle politischen Kräfte im Sudan auf eine zivil geführte Regierung und eine Rückkehr zum Übergangsprozess zur Demokratie der vergangenen Jahre verständigen müssten. Dies sei auch die Voraussetzung für eine Wiederaufnahme des internationalen Engagements, auf das der Sudan angewiesen sei


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