Zwölffacher Missbrauch: Zwei Männer in Kärnten vor Gericht

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Weil sie zwölf Kinder missbraucht haben sollen, haben sich am Dienstag ein 45-jähriger Kärntner und ein 25-jähriger Deutscher vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten müssen. Den beiden Männern werden Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen sowie Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vorgeworfen, die Staatsanwaltschaft hat auch die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Der Prozess war bis Dienstagabend anberaumt.

Der Prozess startete mit einer coronabedingten Änderung: „Ich habe soeben ein E-Mail bekommen, dass der Verteidiger des Zweitangeklagten positiv auf das Coronavirus getestet worden ist“, erklärte Richter Dietmar Wassertheurer, der dem Schöffensenat vorsaß. Weil so schnell keine Vertretung gefunden werden konnte, wurde die Verhandlung gegen den 25-Jährigen ausgeschieden.

Fortgesetzt wurde der Prozess dann gegen den 45-jährigen Kärntner. Minutenlang zählte Staatsanwältin Sandra Agnoli die einzelnen Taten auf, die dem Mann vorgeworfen werden. So soll er sich das Vertrauen von Buben und ihren Eltern erschlichen haben, bevor es zu den Übergriffen gekommen sei. Der mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestrafte Mann sei laut seinem Verteidiger „im Wesentlichen geständig“, nur einzelne Delikte stritt er ab - wie etwa den Vorwurf, einen Säugling missbraucht zu haben.

Die beiden Angeklagten waren vor etwa einem Jahr festgenommen worden. Sie sollen ihre Taten gefilmt und fotografiert und das Material in einschlägigen Gruppen geteilt haben. So waren die Ermittler auf die Spur der Männer gekommen: Videos wurden bei dem 28-jährigen Haupttäter des Missbrauchskomplexes Münster gefunden, der im Sommer zu 14 Jahren Haft verurteilt worden war.

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Die Öffentlichkeit wurde nach dem Anklagevortrag und der Replik des Verteidigers ausgeschlossen. Ob es noch am Dienstag ein Urteil geben würde, war vorerst unklar.


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