Schneefall führt zu Dauereinsatz der Kärntner Feuerwehr

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Starker Schneefall hat in weiten Teilen Kärntens für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Innerhalb von 24 Stunden verzeichneten die Einsatzkräfte über 800 wetterbedingte Einsätze, hieß es am Donnerstag. Laut ÖBB waren auch mehrere Bahnverbindungen unterbrochen, unter anderem die Strecke nach Salzburg. Durch umgestürzte Bäume und Schneewalzenbildungen waren 20.000 Haushalte ohne Strom, teilte die Kelag Energie mit.

Über 1.700 Einsatzkräfte von 176 Feuerwehren standen seit Mittwoch wegen des starken Schneefalls im Dauereinsatz. Zwei Drittel der Fälle waren durch umgestürzte Bäume verursacht, die auf Stromleitungen zu liegen gekommen waren oder diese gekappt hatten. Kurzschlüsse und kleinere Brände waren die Folge, die sich aber nach Angaben der Feuerwehr im Schnee nicht ausbreiten konnten. Haupteinsatzgebiet waren die Bezirke Villach Land und Villach Stadt, Feldkirchen, Spittal und Klagenfurt-Land.

Auch der Zugverkehr war durch die Schneemengen stark beeinträchtigt. Donnerstagmittag noch unterbrochen waren unter anderem die Bahnverbindungen Villach - Spittal, Villach - St. Veit, Villach - Arnoldstein, Arnoldstein - Hermagor, Faaker See - Jesenice (Slowenien).

In Heiligenblut kam Mittwochabend ein 25-jähriger Autolenker in den winterlichen Verhältnissen von der Fahrbahn ab und stürzte mit mehreren Überschlägen über eine 30 Meter hohe Böschung. Der alkoholisierte Lenker und seine 20-jährige Beifahrerin seien bei dem Unfall gegen 21.35 Uhr verletzt worden und ins Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht worden.

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Bereits am Mittwochnachmittag gab es zahlreiche Behinderungen auf Kärntner Straßen. Betroffen waren laut ÖAMTC auch Abschnitte der Südautobahn (A2) und der Tauernautobahn (A10). Auf der A2 blieben zwischen Velden und Villach immer wieder Fahrzeuge hängen, die A10 wurde in Fahrtrichtung Villach zwischen den Anschlussstellen Spittal-Ost und Paternion-Feistritz wegen hängengebliebener Lkw zwischenzeitlich gesperrt, auch auf der Drautalstraße (B100) zwischen Spittal an der Drau und Lienz blieben immer wieder Lkw hängen.

Durch umgestürzte Bäume, Schneewalzenbildungen und Störungen im Kabelbereich waren rund 20.000 Haushalte ohne Strom. Betroffen waren laut Kelag Energeie die Bezirke Villach Land, Hermagor, Feldkirchen, St. Veit und Klagenfurt Land.


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