UNO-Sicherheitsrat berät über Nordkorea und Sudan

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Nach einem erneuten Raketentest Nordkoreas soll sich der UNO-Sicherheitsrat am Montag erneut mit dem abgeschotteten Staat beschäftigen. Nach Angaben aus Ratskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur beantragten die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Irland und Albanien am Donnerstag ein Treffen des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen hinter verschlossenen Türen. Eine Reihe von Ratsmitgliedern beantragte zudem eine Sitzung zum Krisenstaat Sudan.

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hatte zuvor eigenen Angaben zufolge erneut erfolgreich eine Hyperschallrakete getestet. Mit Hyperschall werden Geschwindigkeiten oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit bezeichnet, also etwa 6.180 Kilometer pro Stunde. Waffen dieser Art können nur schwer abgefangen werden.

Ebenfalls beantragt wurde eine Sitzung zum Krisenland Sudan, wo Regierungschef Abdullah Hamdok nach Spannungen mit den Militärmachthabern Sonntagnacht seinen Rücktritt erklärt hatte. Das Treffen, das ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll, könnte den Angaben zufolge Dienstag oder Mittwoch stattfinden.

Der UNO-Sicherheitsrat ist das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen und kann unter anderem Zwangsmaßnahmen bis zum Einsatz militärischer Gewalt beschließen. Dem Rat gehören 15 Staaten an. Die fünf ständigen Mitglieder USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien haben ein Vetorecht. Die zehn weiteren Mitglieder werden aus dem Kreise aller UNO-Staaten für jeweils zwei Jahre gewählt.

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