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Planai-Premiere für Slalomfrauen auch Olympia-Generalprobe

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Die Österreich-Gastspiele des Frauen-Skiweltcups bringt diese Woche einen Nachtslalom in Schladming sowie zwei Speedrennen in Zauchensee. Der Flutlichtslalom am Dienstagabend verspricht Spektakuläres, fahren die Frauen nach der Absage in Flachau doch erstmals auf dem steilen und bisher den Männern vorbehaltenen Planai-Zielhang. Es ist im Slalom bereits die Olympia-Generalprobe für Peking, Petra Vlhova kann zudem in der Disziplinenwertung den Sack zu machen.

Die Slowakin hat fünf der sechs bisherigen Slaloms gewonnen und ist beim Sieg von Mikaela Shiffrin Zweite geworden, was 240 Punkte Vorsprung auf die am Sonntag in Kranjska Gora ausgeschiedene US-Amerikanerin bedeutet. Liegt Vlhova auch nach Schladming derart klar voraus, ist ihr die Kugel vorzeitig sicher. Nur noch zwei weitere Rennen stehen nach Olympia auf dem Programm.

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Erstmals kämpfen die Ski-Frauen am Dienstag (18.00/20.45 Uhr/live ORF 1) auf der klassischen Planai-Männerpiste, auf der sonst das traditionelle „Nightrace“ vor bis zu 50.000 Fans über die Bühne geht, um Weltcuppunkte. Hofft man für das Herrenrennen am 25. Jänner auf 1.000 Zuschauer, geht der Frauenslalom nach einer entsprechenden ÖSV-Corona-Vorsichtsmaßnahme ohne Live-Publikum in Szene.

Die Vorfreude auf die Herausforderung Planai ist dennoch riesig. Fuhren vor einem Jahr die Slalommänner wegen Corona auf der Flachauer „Märchenwiese“ (Sieger Manuel Feller) statt in Kitzbühel, haben nun die Frauen die bis zu 52 Prozent steile Männerpiste im 32 Kilometer entfernten Schladming zu bewältigen. Der Strecke werden via Verkürzung, Pisten-Präparation und Kurssetzung zwar etwas die Zähne gezogen, eine Herausforderung ist sie aber allemal.

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Nicht allerdings für Katharina Truppe. Die Kärntnerin verpasst die Planai-Premiere wegen eines positiven Corona-Tests. Dabei hatte sich speziell die Kärntnerin schon sehr auf Schladming gefreut. „Es wird ein Spektakel. Es ist wirklich lässig, einmal auf einer Herrenpiste zu fahren“, hatte sie nach Platz sieben am Sonntag in Kranjska Gora der Schladming-Challenge zuversichtlich entgegengeblickt.

Einen direkten Vergleich mit den Männern auf der Planai hat bisher nur Marlies Raich (ehemals Schild) geschafft, die 2012 als Vorläuferin des Männerrennens eine sehr gute Figur machte. Shiffrin, die 2013 auf einer benachbarten Piste in Schladming Weltmeisterin geworden ist, wünscht sich seit langem ebenfalls einen Vergleich mit den Männern. Und zwar am liebsten auf der Planai. Derzeit muss sich die an Siegen (46) erfolgreichste Slalomfahrerin aber vor allem an der in Überform agierenden Vlhova messen.

Österreichs Slalom-Katharinas reisten mit einem siebenten (Truppe), achten (Gallhuber) und elften (Huber) Platz aus Kransjka Gora und damit einer etwas zwiespältigen Bilanz nach Schladming an. Auch, weil Katharina Liensberger in Slowenien gleich zweimal ohne Punkte blieb. Schon Minuten nach ihrem Einfädler stellte die Vorarlbergerin aber die Vorfreude auf das Heimrennen in den Vordergrund.

„Schladming wird sicher ein Highlight werden. Nachtrennen mag ich sehr gern“, beteuerte Liensberger. Die Planai kenne sie bisher nur „von unten, als Zuschauerin“ im Zielraum. „Drauf gefahren bin ich aber noch nicht.“ Sie wird es bei perfekten Verhältnissen tun können. Man werde dank gefinkelter Pistenpräparation und Wetterglück eine harte, aber griffige und von FIS-Renndirektor Markus Mayr nach den zuletzt eher schwierigen Rennen sehr gelobte Rennstrecke aufbieten, versprach OK-Chef Hans Grogl.

Gallhuber war zunächst traurig, dass ihr Lieblingsrennen abgesagt worden war. „Aber in Schladming zu fahren wird ein Highlight, ich freue mich riesig drauf“, sagte die Niederösterreicherin, die nach ihrer Verletzung rechtzeitig vor Olympia wieder in Form kommt. Vor dem Schladminger Steilhang fürchtet sie sich nicht. „Wenn man sich gut drauf einstellt, dann ist alles machbar.“

Katharina Huber wäre zwei Durchgänge vor Olympia die wahrscheinlichste Vierte im ÖSV-Slalomaufgebot für Peking. Schladming könnte ihr liegen. „Das wird cool. Ich habe gezeigt, dass ich im Steilen recht gut fahren kann. Und dort ist ein Steilhang“, meinte die Niederösterreicherin augenzwinkernd. Die fehlenden Zuschauer findet auch sie schade. „Aber dort runter zu fahren, ist so oder so immer geil.“


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