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„Negativer“ Kriechmayr nach Zitterpartie in Wengen

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Abfahrts-Weltmeister Vincent Kriechmayr ist am späten Mittwochabend im Schweizer Skiort Wengen eingetroffen, nachdem er grünes Licht der österreichischen Behörden für die Reise erhalten hatte. Der Oberösterreicher, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war, verpasste zwar auch das zweite Training für die zwei Abfahrten im alpinen Ski-Weltcup auf der Lauberhornstrecke in diesem Jahr. Einem Antreten beim Super-G am Donnerstag (12.30 Uhr) steht aber nichts mehr im Weg.

„Ich habe keine Symptome gehabt, auch nicht zum Zeitpunkt meines positiven Tests. Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich positiv bin“, erklärte Kriechmayr kurz nach seiner Ankunft um 22.40 Uhr. „Natürlich ist es bitter, wenn man gesund ist und wenn man sich topfit fühlt, dass man in Quarantäne ist, aber so war das leider.“

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Für den Super-G ist eine Trainingsteilnahme anders als bei der Abfahrt keine Voraussetzung. Die Akkreditierung des Ski-Weltbandes FIS für das Event lag für Kriechmayr nach Vorlage eines negativen Tests schon länger bereit. Es gebe auch noch Wege und Hintertürchen, die ihm ein Antreten bei der verkürzten Wengen-Zusatzabfahrt am Freitag sowie der klassischen Lauberhornabfahrt am Samstag ermöglichen würden, hieß es vom ÖSV. Das dürfte sich am Donnerstag entscheiden.

Am Sonntag sei Kriechmayr schon negativ gewesen, die vorgegebene Quarantänedauer von fünf Tagen müsse der Sportler jedoch unbedingt einhalten, wurde dem ÖSV von den Landesgesundheitsbehörden in Oberösterreich und Salzburg mitgeteilt. „Natürlich hätte ich gehofft, dass ich früher raus kann, aber ich hab mich auch an die fünf Tage halten müssen. Jetzt freue ich mich natürlich, dass ich da morgen das Rennen fahren kann“, sagte Kriechmayr, der in Obertauern im Bezirk St. Johann im Pongau eine Wohnung hat.

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Am Mittwochvormittag ließ der Sportler in Österreich laut ÖSV-Männer-Cheftrainer Andreas Puelacher noch einen weiteren Coronatest durchführen. „Wenn der negativ ist, kriegen wir von der Behörde hoffentlich die Genehmigung, dass er anreisen kann. Die Zeit gibt die Behörde vor, das müssen wir wirklich abwarten. Es gibt da keine Ausnahme, auch für den Vinc nicht“, sagte Puelacher am Nachmittag. Keine zwei Stunden später lag das offizielle Okay vor, Kriechmayr reiste Richtung Schweiz.

Die Türe, doch zumindest eine Abfahrt in Wengen bestreiten zu können, sei für ihn noch nicht zu. Die FIS-Jury, die darüber letztlich entscheiden muss, und die Trainer der anderen Nationen seien möglichen Optionen nicht abgeneigt, sagte Puelacher. „In dieser schwierigen Zeit (...) sollte man einem Sportler, egal woher er kommt, von der FIS die Möglichkeit bieten, dass er eventuell die Abfahrt fahren könnte. Man soll im Sinne des Sportlers und auch im Sinne des Sports entscheiden“, betonte der Tiroler.


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