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Armenien bereit zu Normalisierung mit Türkei im Dialog

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Armenien erwartet sich als Ergebnis des Dialogs mit der verfeindeten Türkei die Aufnahme bilateraler diplomatischer Beziehungen sowie die Öffnung der Grenzen. Mit diesen Worten zitierte die russische Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag das armenische Außenministerium. Die Türkei und Armenien haben im Vorjahr Sondergesandte ernannt, um ihre Beziehungen zu normalisieren. Deren erste Gesprächsrunde soll am morgigen Freitag in Moskau über die Bühne gehen.

Anfang Februar soll es zudem wieder direkte Flüge zwischen Istanbul und der armenischen Hauptstadt Jerewan geben. Die Grenzen zwischen beiden Ländern sind seit Jahrzehnten geschlossen. Die diplomatischen Beziehungen liegen auf Eis.

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Die Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei sind historisch stark belastet. Während des Ersten Weltkriegs wurden die christlichen Armenier im Osmanischen Reich systematisch verfolgt und auch auf Todesmärsche geschickt. Historiker sprechen von bis zu 1,5 Millionen Opfern. Die Türkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reichs gesteht den Tod von 300.000 bis 500.000 Armeniern ein und bedauert die Massaker. Eine Einstufung als Genozid, wie er international vorgenommen wird, lehnt Ankara jedoch ab.

Die Türkei pflegt zudem enge Beziehungen zu Armeniens Konfliktgegner Aserbaidschan. Ankara unterstützte Baku etwa im jüngsten Krieg um die Region Berg-Karabach 2020, den Armenien verlor, auch militärisch.

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