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Protestcamp der Wiener Stadtstraße wird geräumt

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Dienstagfrüh ist mit der bereits länger im Raum stehenden Räumung des Protestcamps von Umweltschützern auf der geplanten Baustelle der Wiener Stadtstraße begonnen worden. Die Polizei forderte die Aktivisten kurz nach 8.00 Uhr auf, die Versammlung aufzulösen. Den rund ein Dutzend anwesenden Personen wurde eine kurze Frist gesetzt, das Gelände freiwillig zu verlassen, berichtete Polizeisprecher Markus Dittrich der APA. Dem kamen die Aktivisten nicht nach.

Zuvor habe es von der Stadt Wien ein Ersuchen an die Polizei gegeben, die Versammlung aufzulösen. Um 8.15 Uhr wurde diese angekündigt, den Aktivisten bis 8.30 Uhr dafür Zeit gegeben. „Es haben sich Leute angekettet“, berichtete Dittrich. Und: „Das wird man mit der gebotenen Ruhe auflösen und die Aktivisten maßhaltend wegbringen.“ Um etwaige Sympathisanten am Kommen zu hindern - die Aktivisten mobilisierten am Vormittag über verschiedene Kanäle - wurde der Ort des Einsatzes großräumig abgesperrt.

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Den potenziellen Teilnehmern von Solidaritätskundgebungen wurde die Anreise deutlich erschwert. Die umliegende Öffi-Stationen waren von der Sperre betroffen, so wurde unter anderem die dem Camp nahe gelegene U2-Station Hausfeldstraße nicht angefahren, wie die Wiener Linien der APA bestätigten. Weiters betroffen waren die Bimlinien 25 und 26 sowie die Buslinien 85 A, 95 B, 97A.

So schnell aufgeben wollen die Aktivisten aber scheinbar nicht, wie Lena Schilling vom Jugendrat und Sprecherin von LobauBleibt gegenüber der APA ankündigte: „Wir wollen auf jeden Fall passiven Widerstand leisten.“ Auch Schilling rief zu einer Solidaritätskundgebung auf. „Wir versuchen jetzt alles, was geht hinzumobilisieren.“ Dem Aufruf schloss sich unter anderem die Umweltschutzorganisation Global 2000 an, zeitgleich wurde die Räumung massiv kritisiert.

Die Polizei sieht sich jedenfalls gut aufgestellt, wie Dittrich der APA sagte: „Es sind ausreichen Polizeikräfte im Einsatz und wir sind natürlich so aufgestellt, dass wir das Ganze auch zu einem Ende bringen können, wenn zahlreiche Sympathisanten eintreffen würden.“


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