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„Tote Stadt“ an der Staatsoper wieder zu erleben

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„Die tote Stadt“ an der lebendigen Staatsoper: So lautet der Plan für kommenden Sonntag, wenn Korngolds Hauptwerk den Wiederaufnahmereigen an der Wiener Staatsoper fortsetzt - sollte Omikron es denn zulassen. Am Pult steht geplanterweise der deutsche Dirigent - und Quantenphysiker - Thomas Guggeis, mit Jahrgang 1993 einer der Shootingstars seiner Zunft. Bevor der Jungmaestro 2023 den Posten des Generalmusikdirektors in Frankfurt antritt, feiert er nun Hausdebüt am Ring.

Das Korngold-Werk ist dabei in einer Regiearbeit von Willy Decker aus 2004 zu erleben - eine Inszenierung, die somit einer Zeit entstammt, in der selbst beim Durchstarter Guggeis mit seinen elf Jahren wohl noch weniger die Fragen der Partiturinterpretation im Vordergrund standen. 23 Mal wurde die Arbeit bisher im Haus am Ring gespielt, zuletzt 2017. Konnte die Koproduktion mit den Salzburger Festspielen bei der Premiere auf einen ganzen Schwung (späterer) Stars wie Stephen Gould, Bo Skovhus oder Angela Denoke verweisen, ist auch die für Sonntag angesetzte Wiederaufnahme mit Klaus Florian Vogt, Vida Mikneviciute und Adrian Eröd ansprechend besetzt.

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Nun bleibt nur noch Daumendrücken, dass sich am Sonntag für das nach der Doppeluraufführung 1920 in Köln und Hamburg 1921 erstmals an der Staatsoper gespielte, symbolistische Werk wirklich der Vorhang heben wird. Schließlich macht Omikron derzeit so manchen Premierenvorhaben einen Strich durch die Rechnung - so zuletzt der ursprünglich für Dienstag angesetzten Wiederaufnahmepremiere der „Manon Lescaut“ an der Staatsoper, die nun am Freitag folgen soll.

Sollte dies funktionieren, kann die Wiener Staatsoper ihre Schlagzahl an Wiederaufnahmepremieren beibehalten, die am 21. Jänner mit einer umjubelten „Pique Dame“ startete, und sich nach einem „Peter Grimes“ mit den Rollendebüts von Jonas Kaufmann und Lise Davidsen am 26. Jänner dann in der „Manon Lescaut“ mit Bühnenstar Asmik Grigorian fortsetzen würde. Wenn dann noch am Sonntag „Die tote Stadt“ tatsächlich zu neuem Bühnenleben erwacht, steht am 12. Februar abschließend die „Anna Bolena“ Donizettis an. In der Titelpartie der Belcantoperle ist dann Diana Damrau am Ring zu erleben, die damit erst vergangenen Dezember ihr Rollendebüt in Zürich gefeiert hatte. Und sollte das wirklich alles wie erhofft über die Bühne gehen, dann heißt es wiederaufnahmetechnisch erst einmal durchschnaufen bis Mai.

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