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IS-Anführer bei US-Einsatz in Syrien getötet

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Bei einem Einsatz des US-Militärs im Nordwesten Syriens ist nach Angaben des Weißen Hauses der Anführer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ums Leben gekommen. US-Präsident Joe Biden erklärte am Donnerstag, er selbst habe den Einsatz von Donnerstagnacht gegen Abu Ibrahim al-Hashimi al-Qurashi angeordnet. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei der Luftlandeoperation auch 13 Zivilisten getötet, darunter vier Kinder.

Der Anführer der Terrormiliz hat sich demnach gemeinsam mit seiner Familie in die Luft gesprengt. Dies sei angesichts der vorrückenden US-Soldaten „ein finaler Akt von verzweifelter Feigheit“ gewesen, um nicht für seine Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden, sagte Biden im Weißen Haus. Das US-Militär habe mit seinem Einsatz eine „große terroristische Bedrohung für die Welt“ eliminiert, sagte Biden weiter. „Dank der Tapferkeit unserer Soldaten gibt es diesen Terrorführer nicht mehr“, sagte Biden und dankte dem Militär für den komplexen Einsatz. Biden, der auch Oberkommandierender der US-Streitkräfte ist, erklärte, alle Soldaten seien sicher von dem Einsatz zurückgekehrt.

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Der US-Präsident betonte, er habe bei der Militäroperation gegen den Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Zahl ziviler Oper möglichst gering halten wollen. „Da wir wussten, dass sich dieser Terrorist bewusst mit Familien, darunter auch Kindern, umgeben hatte, haben wir uns für den Einsatz von Spezialkräften entschieden, was ein viel größeres Risiko für unsere eigenen Leute bedeutete, als ihn mit einem Luftschlag zu treffen.“

Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden zudem Ziele nördlich der Region Idlib bombardiert. Die Gefechte dauerten demnach bis in die Nacht an. Ein Aktivist in der Region sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass der IS-Anführer verdächtigt werde, Drahtzieher des schweren Anschlages auf ein Gefängnis im Nordosten Syriens zu sein. Dabei wurden in der Stadt Al-Hassaka Ende Jänner mehr als 300 Menschen getötet. Der Angriff galt als der schwerste seit vielen Jahren. Beobachter befürchteten ein Wiedererstarken der Jihadisten.

Augenzeugen berichteten einem dpa-Fotografen in Syrien am Donnerstag, die Gefechte rund um ein Haus hätten gut drei lang Stunden gedauert. Das Ziel befand sich nur wenige Kilometer vom Ort entfernt, wo US-Spezialkräfte im Herbst 2019 den damaligen IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi bei einem Einsatz getötet hatten.

Im Bürgerkriegsland Syrien kämpft eine Militärkoalition unter Führung der USA gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Der IS hatte im Sommer 2014 große Gebiete im Norden des Irak in seine Gewalt gebracht. Kurz darauf riefen die Jihadisten ein Kalifat aus, zu dem auch Regionen im Nachbarland Syrien gehörten. Militärisch wurde die Terrormiliz im März 2019 besiegt. Sie ist jedoch weiter in beiden Ländern aktiv und verübt immer wieder Anschläge.


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