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USA: Gefahr durch IS nach Tod des Anführers nicht gebannt

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Die globale Gefahr durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ist aus Sicht des US-Militärs nach dem Tod ihres Anführers nicht gebannt. „Ich denke, diese Bedrohung wird uns noch lange Zeit begleiten“, sagte General Kenneth McKenzie, der das Kommando der US-Streitkräfte im Nahen Osten (CENTCOM) führt, der Nachrichtenagentur WAM aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

„Unser Ziel, dieser Bedrohung zu begegnen, ist nicht eine unblutige oder gewaltfreie Zukunft, denn tragischerweise glaube ich nicht, dass dies möglich sein wird“, fügte der General hinzu.

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Vergangene Woche hatte sich der IS-Anführer Abu Ibrahim al-Hashemi al-Quraishi bei einer Militäroperation von US-Spezialeinheiten in Syrien nach Angaben aus Washington in die Luft gesprengt. Er soll zuletzt für einen Angriff auf ein Gefängnis in Nordostsyrien mit mehr als 300 Toten verantwortlich gewesen sein. „Auch wenn die regionalen Aspekte des IS bestehen bleiben, wird es für sie schwieriger sein, ihre Aktivitäten über Kontinente hinweg zu koordinieren“, sagte McKenzie.

Nach dem internationalen Truppenabzug aus Afghanistan und der Machtübernahme der radikal-islamischen Taliban im Land im Vorjahr blickt der General mit Sorge auf den dortigen Ableger des IS, der in der östlichen Grenzregion zu Pakistan aktiv ist und immer wieder Terroranschläge verübt. Das US-Militär wolle die Jihadisten lokal und regional bekämpfen, um globale Angriffe zu vereiteln, so McKenzie weiter. Am Montag hatte die US-Regierung für relevante Informationen über den lokalen IS-Anführer in Afghanistan eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar (8,9 Millionen Euro) ausgelobt.

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