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Österreichs Rodler holen Silber in Team-Staffel

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Österreichs Rodler haben am Donnerstag im olympischen Team-Staffel-Bewerb die Silbermedaille gewonnen. Madeleine Egle, Wolfgang Kindl und Thomas Steu/Lorenz Koller mussten sich im Eiskanal von Yanqing nur der deutschen Mannschaft mit Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Tobias Wendl/Tobias Arlt um 0,08 Sekunden geschlagen geben. Bronze ging an Lettland. Österreich hält damit bei den Winterspielen von Peking bei vier Gold-, fünf Silber- und vier Bronzemedaillen.

Im Rodeln war es die dritte Medaille in China, zuvor hatten Steu/Koller im Doppelsitzer Bronze und Kindl im Einzel Silber geholt. Österreich liegt nun im Medaillenspiegel auf Platz drei hinter Deutschland und Norwegen und gemessen an der Anzahl der Medaillen sogar auf Rang eins. Zweimal Gold und einmal Silber - davor hatten am Donnerstag Johannes Strolz in der alpinen Kombination und Alessandro Hämmerle im Snowboard-Cross triumphiert - bedeuteten zudem aus ÖOC-Sicht einen der fünf erfolgreichsten Olympia-Tage der Nachkriegszeit.

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Dabei hätten es durchaus drei Goldene sein können. Österreich lag nach den Läufen von Egle und Kindl knapp vor den Deutschen, doch Wendl/Artl drehten das Ergebnis noch um - auch deshalb, weil Steu/Koller im Finish in der berüchtigten Kurve 13 ein Fehler unterlief. „Bis auf die 13er-Kurve war es ein toller Lauf, dann ist der Fehler passiert. Es tut mir leid für die Teammitglieder, aber wir haben Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Ich bin trotzdem glücklich“, sagte Steu und meinte schmunzelnd: „Ich hoffe, sie hassen mich nicht.“

Seine Teamkollegen quittierten diese Aussage mit lauten Lachern, Vorwürfe gab es keine. „Die Doppelsitzer hatten einen kleinen Fehler, aber es wäre trotzdem knapp geworden. Geil, dass wir eine Medaille gemacht haben“, erklärte Kindl. Egle war nach eigenen Angaben „megahappy“ und freute sich auf ihre baldige Rückkehr zu ihrer Familie.

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Die 23-Jährige hatte im Einzel-Bewerb eine Medaille verpasst, legte diesmal aber einen starken Auftritt hin und wies sogar Geisenberger in die Schranken. „Ich habe noch den Lauf von Madeleine mitbekommen, das hat noch einmal richtig gepusht“, berichtete Koller.

Bei ÖRV-Präsident Markus Prock überwog die Freude. „Leider hatten Steu/Koller den kleinen Rutscher, das war wahrscheinlich die entscheidende Szene. Aber wir sind happy, dass wir mit dem Speed der Deutschen mitgekommen sind. In vier Bewerben drei Medaillen zu machen, ist super“, resümierte der Tiroler.

ÖRV-Chefcoach Rene Friedl sprach von einem „sehr knappen“ Rennen. „Unten haben wir ein bisschen zu viel gepatzt, sonst wäre Gold drin gewesen. Aber wir brauchen uns nicht zu ärgern. Dass wir so stark mithalten, hätte ich gar nicht gedacht, doch heute war der Speed voll da.“

Am Ende aber gewann wieder einmal Deutschland, womit Geisenberger Geschichte schrieb. Die 34-Jährige ist mit nun sechsmal Gold und einmal Bronze nicht nur die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin bei Olympia, sondern geschlechterübergreifend auch die siebenterfolgreichste Sportlerin der Geschichte bei Winterspielen. Mehr Goldmedaillen haben nur die Norweger Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) mit je acht gewonnen.


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