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Rapid gegen Salzburg und das Gesetz der Serie

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Viel spricht nicht für einen erfolgreichen Jahresstart von Rapid in die Fußball-Bundesliga. In der Vorwoche setzte es im Cup-Viertelfinale ein bitteres Heim-1:2 gegen den TSV Hartberg, nun wartet am Freitag (19.30 Uhr/live und frei empfangbar auf Sky) wieder im Allianz Stadion ein zuletzt übermächtiger Kontrahent. Gegen Red Bull Salzburg gelang in den vergangenen 22 Meisterschaftsduellen nur ein Sieg, dazu kommen in jüngerer Zeit noch vier Niederlagen im Cup.

Trainer Ferdinand Feldhofer zeigte sich aber von solchen Statistiken unbeeindruckt. „Ich bin erst seit kurzem da und habe es schon genießen können, gegen Salzburg und auch gegen Liefering zu gewinnen“, verwies der Steirer auf seine Erfolge mit dem WAC und Lafnitz. Der 42-Jährige erwartet ein „intensives Spiel. Ich bin voller Zuversicht, dass wir definitiv etwas zeigen können, was den Salzburgern vielleicht nicht so schmeckt.“

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Die Pleite gegen Hartberg sei aufgearbeitet, berichtete Feldhofer. „Wir müssen das künftig besser machen und uns gegenseitig rausziehen, nicht passiv werden“, forderte der Coach mit Blick auf die Auswirkungen des ersten TSV-Gegentores. Zur aktuellen Personalsituation machte Feldhofer Donnerstagmittag keine Angaben - damit blieb offen, ob die zuletzt erkrankten Robert Ljubicic und Taxiarchis Fountas zur Verfügung stehen oder Maximilian Hofmann nach seiner Wadenverletzung rechtzeitig fit wird.

Auch bezüglich einer möglichen Startelf-Premiere von Ferdy Druijf ließ der Trainer keine klare Tendenz erkennen und meinte lediglich: „Er ist noch nicht bei 100 Prozent.“ Der Niederländer habe im Zuge der Wechselverhandlungen einige Trainings versäumt, das dadurch Versäumte müsse nun nachgeholt werden. „Jetzt gilt es, ihn in unsere Abläufe und Taktik zu integrieren“, meinte Feldhofer.

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Druijf selbst war weit davon entfernt, einen Platz in der Anfangsformation zu fordern. Der Angreifer sprach lieber über seine ersten positiven Erfahrungen bei Rapid („Ein großer Club, die Leute hier geben mir ein gutes Gefühl“), über seine Spielweise („Ich bin immer im Strafraum und will Tore schießen“) und die Erfolgsaussichten gegen Salzburg („Ein schwieriges Spiel, aber wenn wir unser Bestes geben, haben wir eine Chance“). Er spüre trotz der großen Erwartungshaltung keinen Druck. „Ich freue mich zu spielen, es ist ein neues Abenteuer.“

Diese positive Einstellung wird laut Feldhofer nötig sein, um gegen den Titelverteidiger und Tabellenführer reüssieren zu können. „Wir brauchen viel Mut, Engagement, Leidenschaft und Zweikampfführung.“ Abwehrschlacht werde man den „Bullen“ keine liefern. „Wenn man nur verteidigt, wird es sich nicht ausgehen. Wir müssen selbst Akzente setzen und ihnen die Spiellaune nehmen.“

Die Fan-Unterstützung wird sich in engem akustischen Rahmen bewegen, weil am Freitag zum letzten Mal nur maximal 2.000 Zuschauer zugelassen sind. Einen Tag später hätte das Stadion theoretisch voll sein können, doch Salzburg lehnte eine Verschiebung wegen des Achtelfinal-Hinspiels der Champions League am Mittwoch gegen den FC Bayern ab. Feldhofer hatte dafür zumindest teilweise Verständnis, bedauerte die Entscheidung aber auch. „Es wäre sehr gut für uns gewesen, wenn wir mehr Fans gehabt hätten.“

Der Heimvorteil ist praktisch dahin, und an einen möglichen Vorteil wegen des Bayern-Spiels glaubt Feldhofer nicht - der Steirer geht nicht davon aus, dass der Meister im Hinblick auf Mittwoch schaumgebremst agieren wird. „Diese Hoffnung können wir streichen.“

Salzburg-Trainer Matthias Jaissle ließ keinen Zweifel an der Motivation seiner Truppe für das Freitag-Match. „Wir wissen um die Bedeutung dieser Partie - vor allem für unsere Fans - und werden alles dafür tun, dass sie nach dem Spiel glücklich sind.“

Der Deutsche ist allerdings auf harte Gegenwehr eingestellt. „Auch wenn Rapid jetzt im Cup ausgeschieden ist: Die Mannschaft hat sich im Herbst deutlich stabilisiert und von den letzten neun Spielen in der Liga nur eines verloren. Wir sind also gewarnt und wissen, dass wir wieder eine Topleistung benötigen.“ Jaissle hat einige Personalsorgen, so dürften gleich sieben Profis ausfallen. Dafür kann Offensiv-Leistungsträger Karim Adeyemi nach seiner Mandeloperation wieder einlaufen.


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