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Nach neun Versuchen: Sturm will endlich mit Sieg in Frühjahr

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Sturm Graz will im zehnten Versuch ein wenig erfreuliches Jubiläum verhindern. Seit 2012 warten die Grazer auf einen Sieg zum Frühjahresstart in die Fußball-Bundesliga. Am Samstag (17.00 Uhr) unternehmen die „Blackies“ in Innsbruck den nächsten Versuch. Auf die Wiener Austria wartet beim Startschuss auf der Jagd nach dem Platz in der Meistergruppe der Gang zum Schlusslicht SCR Altach. Die SV Ried gastiert beim Wolfsberger AC.

Geht es für Sturm in der Tabelle darum, den zweiten Platz hinter Salzburg abzusichern, befindet sich die WSG Tirol im Rennen um die Meistergruppe. Allerdings fehlen fünf Zähler vor dem Startschuss ins neue Jahr auf den Sechsten Ried. Bei Sturm wird mit Spannung das Debüt von Neuzugang Rasmus Höjlund erwartet. Der seit kurzem 19-jährige Däne soll die gesuchte Wucht in der Offensive entfalten. Von Höjlund wie auch den von der Admira geholten U21-Teamspieler Luca Kronberger erwartet sich Christian Ilzer aber noch keine Wunderdinge. Bis auf den weiter vermissten Otar Kiteishvili (Syndesmoseband) sind bei Sturm alle Spieler fit.

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Im ersten Vergleich der laufenden Saison gingen die Wattener mit 0:5 unter. Trainer Thomas Silberberger sprach auch deshalb von einer „absoluten Herausforderung“. Sturm werde seinem Team alles abverlangen. „Sie haben einige Ausnahmekönner in ihren Reihen, die dem Spiel auch mit dem Ball Struktur geben können“, sagte Silberberger. Nach zuletzt vielen erkrankten Profis meldete die Tiroler nur einen Ausfall: den langzeitverletzten Angreifer Tobias Anselm. In der Offensive rüstete die WSG im Winter mit dem Schweden Tim Prica nach, auch Julius Ertlthaler soll den Angriff beleben. Bror Blume war laut Silberberger in der Vorbereitung außerdem der Beste. Abhanden kam Mittelfeldlenker Thanos Petsos, die Lücke soll Neuzugang Sandi Ogrinec füllen. Silberberger war hoffnungsfroh: „Es ist gut, dass der Druck jetzt steigt. Und es ist gut, dass es jetzt endlich losgeht.“

Für die Austria zählen im Kampf um die Meistergruppe im Grunde nur drei Zähler. Drei Punkte fehlen auf den Sechsten Ried. „Das Match in Altach ist ein Schlüsselspiel. Jede der letzten vier Partien ist sehr wichtig und wir wollen mit einem Erfolgserlebnis starten. Wir können unsere Ausgangslage jede Woche verbessern“, betonte Trainer Manfred Schmid. Die personelle Ausgangslage ist jedoch nicht die beste. Der Parade-Sturm mit Marco Djuricin und Muharem Huskovic ist weiter verletzt, auch Dominik Fitz fehlt aus der Offensivabteilung. Ob der in Altach nicht unbekannte Lucas Galvao bei den Wienern einläuft, war ebenfalls unsicher. Schmid sprach auch deshalb von einer „Reifeprüfung“ für seine junge Mannschaft.

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Altach hat in der Winterpause versucht, an den richtigen Schrauben zu drehen. Die Vorarlberger verstärkten sich unter Neo-Trainer Ludovic Magnin vor allem in der Offensive und wollen dies schon gegen die Austria unter Beweis stellen. „Ich möchte noch ein wenig auf den Überraschungseffekt setzten, solange mich die österreichische Bundesliga noch nicht wirklich kennt“, meinte der Schweizer. Der 42-Jährige merkte an, dass nicht alles in der Vorbereitung wie vorgestellt gelaufen sei. „Es sind Spieler dabei, welche noch nicht voll im Rhythmus sind. Da muss man geduldig sein.“ Die maue Offensive sollen die ausgeliehenen Christoph Monschein und Gianluca Gaudino beleben. Im Mittelfeld wurde der ehemalige Hartberger Bakary Nimaga verpflichtet, für die Verteidigung kam Mickael Nanizayamo aus Lausanne.

Gegen den WAC kommt Robert Ibertsberger an seine erste Cheftrainer-Station in der Bundesliga zurück. Der Neo-Coach der Rieder betreute die Kärntner 2018 in neun Spielen und sicherte ihnen damals den Klassenerhalt. Heute will der Ex-Teamspieler die auswärts brustschwachen Innviertler in die Meistergruppe führen. „Ich erwarte mir eine sehr spielstarke Wolfsberger Mannschaft, die uns die eine oder andere Aufgabe geben wird“, so Ibertsberger. „Wenn wir Disziplin, Kompaktheit und Intensität auf den Platz bringen, dann können wir aber auch gegen den WAC etwas mitnehmen. Wir werden auch in Wolfsberg zu unseren Chancen kommen, die wir nutzen müssen.“

Der Tabellendritte WAC dürfte nach oben schielen, gibt sich aber betont bescheiden. „Es ist immer schwierig, eine gute Leistung zu bestätigen. Wir waren immer unter Top sechs seit es die Reform gibt, das wollen wir auch heuer erreichen. Und es schaut gut aus“, sagte Präsident Dietmar Riegler. In dieser Winterpause verhielten sich die „Wölfe“ unauffällig, Neuzugänge gab es keine. Kontinuität unter Trainer Robin Dutt ist das Stichwort. „Es war ein sehr ruhiger Winter für uns. Wir waren nicht im Zwang, irgendwas zu tun. Wir können in Ruhe weiterarbeiten“, erläuterte Riegler. Zum Frühjahrsauftakt verteidigen Michael Liendl und Co. nun gleich zwei Serien: Zum einen sind die Lavanttaler in der Bundesliga gegen Ried acht Spiele lang ungeschlagen (fünf Siege, drei Unentschieden), daneben ist der WAC seit 2017 im ersten Bundesliga-Match eines neuen Kalenderjahres unbesiegt. Diese Serie begann am 11. Februar 2017 mit einem 1:0-Heimsieg gegen die SV Ried.


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