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Experten rechnen mit Wiederkandidatur Van der Bellens

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Sowohl der Meinungsforscher Peter Hajek als auch Polit-Berater Thomas Hofer rechnen mit einem neuerlichen Antreten von Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei der Bundespräsidentschaftswahl im Herbst (bzw. Winter) 2022. Es deute „vieles darauf hin“, dass er antritt, sagte Hofer im APA-Gespräch. Sollte sich Van der Bellen dafür entscheiden, hat er laut Hajek „alle Chancen“.

Der Polit-Berater Hofer geht davon aus, dass sich Van der Bellen mit der Bekanntgabe seiner Entscheidung aber „noch etwas Zeit lassen“ werde. Das mache aus dessen Sicht Sinn, denn ab dem Zeitpunkt seiner Ankündigung ginge indirekt der Wahlkampf los. Wenn der Amtshinhaber die Zeit des Intensivwahlkampfs verkürzt, sei das für ihn von Vorteil.

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Hofer hält es für unwahrscheinlich, dass bei Van der Bellens Wiederkandidatur etwa SPÖ oder ÖVP einen eigenen Bewerber ins Rennen schicken. Für andere Parteien wie die FPÖ oder MFG könne er sich das nicht nur vorstellen, es gibt (aus seiner Sicht) sogar eine Logik anzutreten: Diese könnten Proteststimmen abholen. Die Frage dabei sei aber - vor allem für die FPÖ: „Auf welche Marke zahlt man ein?“

Denn bei der Bundespräsidentschaftswahl gibt es keine Wahlkampfkosten-Rückerstattung, erinnert Hofer. Auch sei unklar, wie sich das Infektionsgeschehen im Herbst 2022 darstellt, wovon aber die Stimmungslage abhängig sei, das mache einen Unterschied im Wahlkampf. „Sollte Corona noch Thema sein, wird die FPÖ natürlich versuchen - und muss es aus ihrer Sicht auch -, jemanden aufzustellen, um dieses Potenzial zu bedienen.“

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Auch Hajek rechnet damit, dass Van der Bellen seinen Antritt erst im Frühjahr bekannt gibt. „Damit man den anderen nicht die Chance gibt, früh in den Wahlkampf einzusteigen.“ Dass der Amtsinhaber reüssieren würde, daran gibt es auch für Hajek keinen Zweifel: „Vorsichtig formuliert: Wenn Van der Bellen nochmals antritt, hat er alle Chancen.“ Auch wisse man aus Umfragen, dass sich eine Mehrheit ein Wiederantreten wünscht.

Für Mitbewerber werde es „ganz schwer“. Daher geht Hajek auch nicht davon aus, dass etwa die SPÖ jemanden ins Rennen schickt. Zur FPÖ merkte Hajek an, dass der ehemalige Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer bereits erklärt habe, dass er im Falle eines Wiederantritts von Van der Bellen keine Kandidatur erwägt.

Befragt zur Amtsführung des aktuellen Präsidenten sagte Hajek, Van der Bellen sei zu einer „aktiven Amtsführung“ gezwungen gewesen, das sei aber nicht in erster Linie an ihm gelegen, sondern an den äußeren Umständen.


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