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Tiroler Wahllisten und Bgm.-Kandidaten mit Männerüberhang

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Nun stehen sie endgültig fest: die Wahllisten und Kandidaten für die Tiroler Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahlen am 27. Februar: 861 Listen und 561 Bürgermeisterkandidatinnen und Kandidaten rittern in 273 Gemeinden um die Gunst der Wähler. Wenngleich sich die Zahl der weiblichen Bürgermeisterkandidaten mit 63 (im Jahr 2016 waren es noch 45) merklich erhöht hat, ist bei den Gemeinderatswahlen weiterhin ein deutlicher Männerüberhang festzustellen.

70,5 Prozent der Kandidaten auf den Wahllisten sind Männer, 29,5 Prozent Frauen. Bei den Bürgermeisterdirektwahlen machen Männer 88,8 Prozent, Frauen 11,2 Prozent aus. Insgesamt 17.560 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich der Wahl - bei den Urnengängen im Jahr 2016 waren es laut Land 18.436. Ganz zu vergleichen sind diese Zahlen aber nicht. Denn diesmal wird am 27. Februar in weniger Gemeinden gewählt: Die Gemeinde Matrei am Brenner (Bezirk Innsbruck-Land) wird nach einer Gemeindezusammenlegung (mit Mühlbachl und Pfons) erst am 20. März wählen. Die Bürger der Gemeinde Wängle im Außerfern waren bereits am 9. Jänner zu den Urnen geschritten, da der Gemeinderat dort im Oktober seine Auflösung beschlossen hatte. Und in Musau - ebenfalls im Bezirk Reutte - gab es keinen Wahlvorschlag. Laut Tiroler Gemeindewahlordnung sind Gemeinderat und Bürgermeister somit automatisch für eine weitere Periode im Amt, sofern sich der Gemeinderat nicht auflöst. Letzteres ist in Musau nicht der Fall.

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In 40 Gemeinden rittert nur eine Liste um die Gunst der Wähler, in 113 (vor allem kleineren) Gemeinden gibt es nur einen Bürgermeisterkandidaten.

Der überwiegende Teil der Bewerber um Mandate für den Gemeinderat ist zwischen 30 und 60 Jahre alt - nämlich 12.229. Der Anteil der unter 30-Jährigen ist ungefähr gleich groß wie jener der über 60-Jährigen.

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Auch besonders markante Generationen-Klüfte sind festzustellen: Die älteste Gemeinderatskandidatin ist eine 98-Jährige aus Karrösten, die drei jüngsten zählen 18 Lenze. Und dass sich ein sehr hohes Alter und Wahlkampfgetümmel nicht zwangsläufig ausschließen müssen, zeigt Walfried Reimeir in Steinach am Brenner: Der frühere Bürgermeister geht mit 96 Jahren wieder als Kandidat ins Rennen. Die jüngsten Bürgermeisterkandidaten sind übrigens zwei 19-Jährige: In Jenbach und Mayrhofen.

Am 27. Februar wird die Bevölkerung in 273 von 277 Tiroler Gemeinden zu den Wahlurnen gerufen. Am 13. März finden dann Bürgermeisterstichwahlen in jenen Orten statt, in denen keine Kandidatin oder Kandidat auf Anhieb die absolute Mehrheit geschafft hat. Nicht gewählt wird in diesem Jahr in der Landeshauptstadt Innsbruck. Dort steht der nächste reguläre Urnengang im Jahr 2024 auf dem politischen Terminkalender.

Wahlkarten können unterdessen noch bis zum 23. Februar schriftlich (per Mail bzw. elektronisch) sowie mündlich in der Gemeinde vor Ort beantragt werden. Bei den diesjährigen Gemeinderatswahlen sind 505.752 Menschen wahlberechtigt. 3.650 Mandate in den Gemeindestuben sind zu vergeben.


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