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Tanner reist nach Griechenland und Zypern

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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) beginnt am Montag eine dreitägige Reise nach Griechenland und Zypern. Bei den Gesprächen mit ihren Amtskollegen Nikolaos Panagiotopoulos und Charalambos Petrides geht es insbesondere um das Thema Migration im östlichen Mittelmeerraum. Wie das Verteidigungsministerium im Vorfeld mitteilte, stehen auch der Ukraine-Konflikt und die Lage am Westbalkan auf der Agenda. Auf Zypern werde Tanner zudem österreichische UNO-Soldaten besuchen.

„Griechenland trägt an den EU-Außengrenzen die Hauptlast, vor allem in Grenzverwaltungsaufgaben“, betonte Tanner mit Blick auf ihre erste Besuchsstation Athen. Für Österreich bedeute dies auch eine geringere Zuwanderung nach Europa, unterstrich die Ministerin vor dem Treffen mit ihrem griechischen Kollegen Panagiotopoulos. Mit diesem hatte sie Ende September in Wien ein „Memorandum of Understanding“ zur Verstärkung der militärischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Zudem zeigte sie ihm im Burgenland, wie der österreichische Grenzschutz funktioniert.

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Panagiotopoulos hob hervor, wie gut die Kooperation zwischen Griechenland und Österreich bereits ist und nannte dabei auch die Hilfe bei der Bekämpfung der Waldbrände in den Sommern 2021 und 2020. „Wahre Freunde zeigen sich, wenn die Situation schwierig ist“, sagte der konservative Politiker. „Das ist der beste Beweis, wie befreundet Österreich mit uns ist.“ Auch im Kampf gegen die illegale Migration unterstützt Österreich das Mittelmeerland logistisch und finanziell, zeitweise waren auch Cobra-Beamte an der griechisch-türkischen Grenze im Einsatz.

Tanner reist am Dienstag in die zypriotische Hafenstadt Larnaka weiter. Mit ihrem dortigen Amtskollegen Petrides will sie ebenfalls über Migration, die Sicherheitslage im Mittelmeerraum sowie den „Strategischen Kompass“ für die EU-Verteidigungspolitik sprechen. Die seit einem von der griechischen Obristenjunta unterstützen Putsch und einer türkischen Invasion im Jahr 1974 faktisch geteilte Mittelmeerinsel zählt zu den wenigen bündnisfreien Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

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Die Verteidigungsministerin besucht in Zypern auch die UNO-Mission UNIFICYP, an der das Bundesheer mit drei Soldaten beteiligt ist. Österreich ist seit den 1960er Jahren auf der Mittelmeerinsel engagiert. Die UNO-Mission begann im Jahr 1964 nach bewaffneten Zusammenstößen zwischen der griechischen und türkischen Volksgruppe. Seither beteiligten sich mehr als 16.000 Österreicher an der Mission, seit dem Jahr 2001 ist das Bundesheer aber nicht mehr mit einem eigenen Kontingent, sondern nur noch mit Stabsoffizieren beteiligt.


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