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Kein Fremdverschulden bei Unfall mit drei Toten in Salzburg

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Ein Fahrfehler oder eine Unaufmerksamkeit dürfte zu dem tragischen Verkehrsunfall am Sonntag in Oberndorf (Flachgau) geführt haben, bei dem eine dreiköpfige syrische Familie mit ihrem Pkw in die Salzach gestürzt und ums Leben gekommen ist. Die Identität der Opfer steht mittlerweile fest. Laut Polizei handelt es sich um einen 35-jährigen Lenker, seine 30-jährige Frau und den gemeinsamen zweijährigen Sohn. Die Ermittlungen zur Unfallursache sind abgeschlossen.

Den polizeilichen Erhebungen zufolge lenkte der Familienvater den Wagen um 17.04 Uhr in die Uferstraße, die entlang der Salzach führt. Unmittelbar nach der Einmündung in die Uferstraße kam der Pkw leicht nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen das Absicherungsgeländer eines Treppenabgangs, der zu einem Pegelmessstand der Salzach führt. Durch den Anprall stürzte der Wagen nach rechts über die steil abfallende Uferböschung in die Salzach und wurde sofort von der Strömung abgetrieben, wie es im Polizeibericht hieß.

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Das rote Auto hatte das Geländer aus Holz und Stahl durchschlagen, bevor es in den eiskalten Fluss stürzte und dann meterweit mitgerissen wurde. Eine Zeugin wählte sofort den Notruf, und es wurde sogleich eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Der Pkw wurde gegen 17.30 Uhr unter Wasser lokalisiert. Augenzeugen zufolge war nur mehr das Dach zu sehen.

Die Bergung der Verunglückten erfolgte von der deutschen Uferseite. Die Rettungskräfte befreiten die Insassen aus dem Wagen und brachten sie ans Ufer. Vier Ortsstellen der Wasserrettung und der Tauchzug Nord des Landesverbandes Salzburg, zahlreiche Feuerwehren und Polizeieinheiten auf österreichischer und deutscher Seite sowie Mitglieder der deutschen Wasserwacht beteiligten sich an der Rettungsaktion. Rund 100 Helfer standen im Einsatz. Die Rettungskräfte, ein Notarztteam und die ÖAMTC-Flugrettung versuchten vergeblich, die Syrer am Flussufer zu reanimieren. Das Auto wurde noch am Sonntagabend aus der Salzach geborgen.

„Der Unfallhergang ist klar. Der Lenker ist rechts von der Fahrbahn abgekommen. Ob es ein Fahrfehler oder eine Unachtsamkeit war, lässt sich im Nachhinein nicht mehr klären“, sagte am Montag eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Salzburg auf APA-Anfrage. „Fremdverschulden ist ausgeschlossen. Es ist kein weiteres Fahrzeug oder eine weitere Person an dem Unfall beteiligt gewesen.“

Nachdem die Ermittlungen zur Unfallursache abgeschlossen seien und der Hergang des Unfalls klar sei, habe die Staatsanwaltschaft keine Obduktion der Verunglückten angeordnet und auch von der Bestellung eines Kfz-technischen Unfallsachverständigen abgesehen, erklärte die Polizeisprecherin. Die syrische Familie wohnte schon längere Zeit im nördlichen Flachgau.


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