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Prozess in Graz: Landwirt suchte Killer für Rivalen

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Ein 27-Jähriger steht seit Dienstagfrüh wegen versuchter Bestimmung zum Mord vor einem Geschworenensenat in Graz. Er konnte es nicht ertragen, dass seine Ex-Freundin wieder einen Partner hatte. Also soll er laut Ankläger einem Freund 10.000 Euro geboten haben, damit dieser im Darknet nach einem Killer sucht. Die Sache wurde nie ausgeführt, der Steirer leugnete vor Gericht alles. Zumindest bis Donnerstag wird verhandelt.

„Bei ihm kommt es immer zu Besitzdenken“, umriss Staatsanwalt Stefan Pirker das Problem des Angeklagten. Er schilderte zunächst, dass der Mann schon mit seiner vorigen Partnerin Probleme bei der Trennung gehabt habe. Nachdem die beiden nicht mehr zusammen waren, schickte er ihr offenbar Pornobilder und Nachrichten, bis sie den Kontakt komplett abbrach.

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Doch auch mit der nächsten Frau kam es zu Schwierigkeiten, und im Jänner 2021 hat angeblich er von sich aus die Beziehung beendet. Als der Beschuldigte aber herausfand, dass sie wieder einen Freund hatte, konnte er sich damit nicht abfinden. Zunächst wollte er, dass ein Freund einen „Treuetest“ beim neuen Partner seiner Ex-Freundin veranlasst. Dieser konnte seine eigene Freundin zu diesem Test überreden. Also schickte die Frau anzügliche Nachrichten, konnte aber wenig bewirken. Sie soll 3.000 Euro dafür bekommen haben.

„Das erinnert an gewisse Hollywood-Geschichten“, meinte der Verteidiger. Sein Mandant sei „durch die Trennung psychisch schwer belastet“ gewesen sein. Er war auch mehrmals in der Nervenklinik in Behandlung, sei auch in einen „unglücklichen Teufelskreis aus Alkohol und Drogen“ geraten. Der 27-Jährige dachte „an Suizid und sonst nichts“, war der Anwalt überzeugt.

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Der Steirer fühlte sich jedenfalls nicht schuldig. „Waren Sie eifersüchtig?“, fragte Richter Helmut Wlasak. „Nein“, beteuerte der Steirer. „Ich habe nicht nachgedacht“, rechtfertigte der Angeklagte seine Handlungen. „Das ist grundsätzlich schlecht“, bemerkte der Richter.


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