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Jugendliche nach Raubserie in Graz festgenommen

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Kriminalisten haben in Graz zwei Jugendbanden ausgeforscht, die unabhängig voneinander seit Jänner andere Jugendliche misshandelt und ausgeraubt haben sollen. Eines der Opfer wurden demnach von seiner Ex-Freundin in die elterliche Wohnung gelockt und dann mit Fäusten und einem Ledergürtel geschlagen. Elf der 13 Verdächtigen wurden festgenommen und in die Justizanstalten Graz-Jakomini und Leoben gebracht. Zwei sind strafunmündig, sie wurden angezeigt, teilte die Polizei mit.

Die meisten der Jugendlichen sind bereits polizeibekannt, wie ein Polizist zur APA sagte. Am 10. Jänner hatte eine 15-Jährige ihren Ex-Freund (18) - unter dem Vorwand, „sturmfrei zu haben“ - in die Wohnung gelockt, berichteten die Ermittler. Dort warteten bereits sechs Burschen und attackierten ihn mit massiver körperlicher Gewalt, wie die Polizei mitteilte. Der 18-Jährige erlitt zahlreiche Verletzungen. Die Bande forderte Geld. Allerdings waren inzwischen Bewohner des Mehrparteienhauses aufmerksam geworden, weshalb das Sextett - Österreicher, Serben und Rumänen - ihm „nur“ eine Schachtel Zigaretten abnahm und flüchtete.

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Die Ermittlungen führten die Grazer Kriminalisten zu den sechs amtsbekannten Burschen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren. Mit Unterstützung der EGS (Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität) wurden die Jugendlichen im Laufe der vergangenen Wochen nach und nach geschnappt. Auch die 15-Jährige wurde festgenommen, sie alle wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

Die zweite Bande soll zumindest drei Raubüberfälle im Grazer Stadtbezirk Andritz begangen haben. Die ebenfalls polizeibekannten Burschen zwischen 13 und 15 Jahren aus Bulgarien, Serbien, der Türkei, dem Iran und Österreich hatten demnach junge Grazer teils mit Schlägen und Fußtritten angegriffen und ihnen Bargeld abgenommen. Eines der Opfer wandte sich an die Polizei, die einen der Verdächtigen bereits kannte und ihn noch am Tag des Raubs verhaftete. Innerhalb weniger Tage erwischten die Ermittler dann alle fünf weiteren mutmaßlichen Bandenmitglieder, die die Überfälle in unterschiedlicher Zusammensetzung begangen haben sollen. Zwei von ihnen sind noch minderjährig, weswegen keine Festnahmen, aber Anzeigen erfolgten.


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