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Experten rechnen mit moderatem Rückgang bei Corona-Zahlen

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Hinsichtlich der Corona-Neuinfektionen wird es bis Mitte kommender Woche nur einen leichten Rückgang bei den täglichen Fallzahlen geben. Was die Lage in den Krankenhäusern betrifft, „wird weiterhin von einer annähernd konstanten Entwicklung ausgegangen“. Diese Einschätzung hat am Mittwoch das Covid-Prognose-Konsortium in seiner wöchentlichen Vorschau vorgenommen.

In den Spitälern dürfte demnach bei günstigem Verlauf weder auf den Intensiv- noch auf den Normalstationen mit einer Zunahme an Covid-Patientinnen und -Patienten zu rechnen sein. Am heutigen Mittwoch hatten 196 Covid-Patientinnen und -Patienten im intensivmedizinischen Bereich (ICU) Betreuungsbedarf. Auf den Normalstationen wurden 2.202 Covid-Kranke behandelt. Am kommenden Mittwoch (2. März) werden auf den Intensivstationen zwischen 170 und 220 Covid-Patientinnen und -Patienten erwartet, auf den Normalstationen zwischen 1.850 und 2.400. Der jeweilige, bedingt aussagekräftige Punktschätzer - die Experten bevorzugen das angegebene Konfidenzintervall - liegt bei 194 bzw. 2.091. In der darauf folgenden Woche könnte die Anzahl der stationär aufgenommenen Covid-Kranken einen Hauch sinken. Als Konfidenzintervall wird in der Prognose für den 9. März im ICU-Bereich eine Schwankungsbreite zwischen 147 und 282 Covid-Patientinnen und -Patienten ausgewiesen, im Normalpflegebereich wird in 14 Tagen mit 1.570 bis 2.500 minderschweren Covid-Fällen gerechnet.

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Was das Infektionsgeschehen an sich betrifft, sind die Fälle des Omikron-Subtyps BA.1 stark rückläufig, wogegen der neuere Subtyp BA.2 nach wie vor starkes Wachstum zeigt. Dieser Umstand sowie treibende und senkende Faktoren heben sich in ihrer Wirkung annähernd auf. Als dämpfende Faktoren nennt das Prognose-Konsortium die zunehmende infektionsbedingte Immunisierung der Bevölkerung - bereits mehr als eine Million Omikron-Fälle sind in Österreich dokumentiert, in einzelnen Altersgruppen gibt es kaum mehr Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind und/oder nicht bereits von Covid-19 genesen sind. Weiters sollten das nahende Frühjahr und die höheren Temperaturen ebenfalls dämpfend auf das Infektionsgeschehen wirken.

Demgegenüber bereitet der wachsende Anteil des Omikron-Subtyps BA.2 am Infektionsgeschehen Anlass zur Sorge. Der gegenüber BA.1 wohl infektiösere Subtyp, der dem Immunsystem noch besser entkommen dürfte als sein Vorgänger, war den Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zufolge in der Vorwoche mit 31,6 Prozent bereits für fast ein Drittel aller in Österreich behördlich erfassten Corona-Infektionen verantwortlich. Auch die mit 19. Februar in Kraft gesetzten sowie die für 5. März geplanten Maßnahmenlockerungen, ein geringeres Risikobewusstsein der Bevölkerung sowie das verstärkte Einsetzen von touristischen Reisen ins bzw. aus dem In- und Ausland könnten einem Sinken der Corona-Zahlen entgegenstehen, befürchtet das Covid-Prognose-Konsortrium.

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Folglich rechnen die Experten damit, dass es auch am kommenden Mittwoch auf jeden Fall wieder deutlich mehr als 20.000 Corona-Fälle geben wird. Die errechnete Schwankungsbreite ist allerdings enorm, sie liegt zwischen 21.000 und 34.000. Am heutigen Mittwoch wurden von Innen- und Gesundheitsministerium rund 34.400 Neuinfektionen vermeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Infektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, Anm.) betrug 2.101,4. Der Punktschätzer für kommenden Mittwoch liegt knapp darunter, nämlich bei 2.026 mit einem Konfidenzintervall zwischen 1.624 und 2.673.

Was die einzelnen Bundesländer betrifft, werden für 2. März die geringsten Sieben-Tage-Inzidenzen in Salzburg (1.400 bis 2.300) sowie im Burgenland und in Kärnten (jeweils 1.450 bis 2.400) erwartet. Die höchsten Inzidenzen sollten in Niederösterreich (1.900 bis 3.100) und Wien (1.665 bis 2.750) erreicht werden.


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