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Putin kündigt „Militäroperation“ in der Ukraine an

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine „Militäroperation“ im Donbass angekündigt. „Ich habe die Entscheidung für eine Militäroperation getroffen“, sagte er in einer Fernsehansprache in der Nacht auf Donnerstag. Er forderte das ukrainische Militär auf, „die Waffen niederzulegen“. Zeitgleich forderte UNO-Generalsekretär António Guterres Putin bei einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats aufgefordert, die Ukraine nicht anzugreifen.

Russland plant nach Angaben Putins nicht, ukrainisches Gebiet zu besetzen. Allerdings wolle man die Ukraine demilitarisieren und „denazifizieren“. Russland werde nicht zulassen, dass in der Ukraine Atomwaffen auftauchten, sagte Putin. Mit seiner Anordnung eines Einsatzes in den abtrünnigen Regionen Luhansk und Donezk entsprach er einer schriftlichen Bitte der Chefs der sogenannten Volksrepubliken um Beistand gegen die ukrainische „Aggression“, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

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„Präsident Putin, stoppen Sie Ihre Truppen, die Ukraine anzugreifen, geben Sie dem Frieden eine Chance, zu viele Menschen sind bereits gestorben“, sagte Guterres zeitgleich am Mittwochabend (Ortszeit) in New York. Die USA drohten eine klare Antwort an. „Vor ein paar Augenblicken habe ich mit Präsident Biden gesprochen, der mich gebeten hat, seine und unsere unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine so stark wie möglich zum Ausdruck zu bringen“, sagte die US-amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield. „Darüber hinaus bat er mich, mitzuteilen, dass die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten und Partner weiterhin geschlossen, klar und mit Überzeugung auf Russlands Vorgehen reagieren werden.“

Eine vollständige Invasion der Ukraine stehe nach der Einschätzung der USA kurz bevor. „Dies ist ein gefährlicher Moment. Und wir sind aus einem einzigen Grund hier: Um Russland aufzufordern, damit aufzuhören.“ Ein Angriff auf die Ukraine sei gleichbedeutend mit einem Angriff auf die UNO und jeden Mitgliedsstaat. Putins „zynische Ambitionen“ würden auch vielen Russen das Leben kosten - das müsse auch jedem Russen klar sein, sagte Thomas-Greenfield.

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Der französische UNO-Botschafter Nicolas de Rivière betonte bei der Dringlichkeitssitzung: Die Ukrainer wollten Frieden. „Wenn Russland bestätigt, dass seine Entscheidung Krieg ist, muss es die gesamte Verantwortung übernehmen und den Preis dafür zahlen.“ Die britische UNO-Botschafterin Barbara Woodward erklärte: „Ein ausgewachsener Konflikt in einem Land mit 44 Millionen Einwohnern wird auf beiden Seiten immense Verluste und verheerende humanitäre Folgen mit sich bringen.“

Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen, Rosemary DiCarlo, Rosemary DiCarlo, hatte zuvor erklärt, es gebe Berichte, dass Russland den Luftraum für zivile Flüge nahe der ukrainischen Grenze geschlossen habe und dass sich „Militärkolonnen auf die Ukraine zubewegen“ würden.

Fox News berichtete unterdessen von Explosionen in Kiew und Schüssen in der nähe des Flughafens der ukrainischen Hauptstadt.


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