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Spannung vor Gergiev-Auftritt mit den Wiener Philharmonikern

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Angesichts der Invasion Russlands in der Ukraine kommt der ab dem morgigen Freitag anstehenden, dreiteiligen Konzertserie der Wiener Philharmoniker in der New Yorker Carnegie Hall besondere Aufmerksamkeit zu - soll das Spitzenorchester doch unter Stardirigent Valery Gergiev spielen. Der 68-Jährige gilt seit langem als dezidierter Unterstützer von Russlands Präsident Wladimir Putin und hatte etwa 2014 einen offenen Brief unterzeichnet, der die Annexion der Krim befürwortete.

Auch gilt der aus einer nordossetischen Familie stammende Gergiev als die mächtigste Figur im russischen Kulturbetrieb, steht er doch seit 1996 dem St. Petersburger Mariinsky-Theater vor. Bereits seit der Annexion der Krim durch Russland finden sich deshalb bei Gergiev-Auftritten in der Carnegie Hall meist einige ukrainische Aktivisten vor dem Konzerthaus ein, um gegen den Maestro zu protestieren. Diese Proteste könnten angesichts der aktuellen Lage nun durchaus größer ausfallen.

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Die Wiener Philharmoniker, selbst nicht Veranstalter der geplanten Carnegie-Auftritte, waren am Donnerstag um Beruhigung bemüht und verwiesen auf die Jahrzehnte lange künstlerische Partnerschaft zwischen Gergiev und dem Orchester, die absolut im Vordergrund stehe. „Die Kultur darf nicht zum Spielball von politischen Auseinandersetzungen werden. Daher werden wir auch keine Kommentare zu politischen Themen in Bezug auf unsere Dirigenten oder Solisten abgeben. Die Musik hat für uns immer etwas Verbindendes und nichts Trennendes“, so Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer in einem Statement, in dem er zugleich jede Art von Gewalt und Krieg verurteilte.

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