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18-Jähriger nach Messerattacke auf Bruder vor Linzer Gericht

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Ein 18-jähriger, der im November des Vorjahres auf seinen 15-jährigen Bruder eingestochen haben soll, steht heute, Freitag, in Linz vor Gericht. Wegen seiner psychischen Erkrankung hat die Staatsanwaltschaft eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Wäre der Teenager zurechnungsfähig, würde ihm Mordversuch zu Last gelegt. In der U-Haft soll er noch einen Justizwachebeamten attackiert haben.

Kurz vor seinem 18. Geburtstag hatte der Bursche aus dem Kongo, der in einer Wohngruppe lebte, seine Familie in Wels besucht. Schnell dürfte er laut den Ermittlungen mit seinem Bruder wegen des Handys der Mutter in Streit geraten sein. Nachdem dieser ihm das Passwort nicht habe geben wollen, sei der 17-Jährige in die Küche gegangen, habe ein Messer geholt und „aus dem Nichts heraus“ dem 15-jährigen in den Bauch gestochen, so die Staatsanwaltschaft. Nachdem laut Gutachten der junge Mann an einer hebephrenen Schizophrenie - ein Subtyp der Schizophrenie, die vor allem im Alter zwischen 15 und 25 Jahren auftritt - erkrankt sei, beantragte die Anklagebehörde dessen Unterbringung. Eine Entscheidung wird für Freitag erwartet.

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