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Solidarität durch Beleuchtungen in ukrainischen Farben

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Als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine werden in zahlreichen Ländern Gebäude in den ukrainischen Nationalfarben blau-gelb beleuchtet. In Wien und Klagenfurt wurde am Freitag am Rathaus bzw. am Amt der Kärntner Landesregierung die ukrainische Flagge gehisst. Der Eiffelturm in Paris und das Kolosseum in Rom wurden als Zeichen der Solidarität in den Farben der Ukraine angestrahlt, ebenso der Sitz des britischen Premiers in London.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo habe darum gebeten, das Wahrzeichen zu beleuchten, teilte die Betreibergesellschaft des Eiffelturms am Freitag laut dpa mit. Jeweils von 18.00 Uhr bis 00.30 Uhr erstrahle der Eiffelturm von Freitag bis Sonntag im blau und gelb der ukrainischen Flagge. „Wir lassen das ukrainische Volk nicht alleine“, sagte Hidalgo, die für die französischen Sozialisten für das Präsidentschaftsamt kandidiert. Man müsse sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereiten und die Nachbarländer der Ukraine unterstützen.

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Am Wiener Rathaus wurde beim Eingang Lichtenfelsgasse, den auch eine Wien-Fahne flankiert, die ukrainische Flagge angebracht. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) betonte dazu am Freitag via Twitter: „Wien zeigt sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Unsere Gedanken sind vor allem bei den unschuldigen Zivilistinnen und Zivilisten, die die Hauptleidtragenden sind.“ Österreich möge völkerrechtlich neutral sein, aber „wir sind nicht neutral, wenn es um unsere Werte geht“, hielt er fest.

In Klagenfurt ließ Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Freitag die ukrainische Flagge vor dem Amt der Kärntner Landesregierung hissen. Bereits am Donnerstagabend war der Lindwurm, das Wahrzeichen Klagenfurts, in den ukrainischen Landesfarben angestrahlt worden, wie die Stadt Klagenfurt auf ihrer offiziellen Facebook-Seite mitteilte.

Beispiele für derartige Beleuchtungen österreichischer Regierungsgebäude wurden vorerst nicht bekannt. Im Außenministerium wusste man am Donnerstag nichts von derartigen Plänen, eine Sprecherin des Ministeriums versicherte der APA jedoch gleichzeitig, dass die volle Solidarität Österreichs für die Ukraine außer Frage stehe.

In Wien wurde dafür am Donnerstagabend die französische Botschaft am Schwarzenbergplatz derart beleuchtet - sie befindet sich in Nachbarschaft des sowjetischen Kriegerdenkmals („Russendenkmal“), das am Abend von Polizisten bewacht wurde.

Zahlreiche weitere öffentliche Gebäude in mehreren Ländern wurden beleuchtet, darunter Downing Street 10, der Amtssitz des britischen Premierministers Boris Johnson. Auch das Rathaus der bosnischen Hauptstadt Sarajevo und der norwegischen Hauptstadt Oslo sowie das nordmazedonische Außenministerium in Skopje erstrahlten in den ukrainischen Nationalfarben. Das Brandenburger Tor in Berlin war bereits am Mittwochabend blau-gelb beleuchtet worden.

Aktiv zeigte man sich auch in Italien, wo am Donnerstagabend das Kolosseum in blau und gelb gehüllt wurde. Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri beteiligt sich am Freitagabend in Rom an einem Fackelzug für den Frieden. Auch in Neapel wird am Freitagabend die Burg Maschio Angioino mit den ukrainischen Farben beleuchtet: „Das ist ein konkretes Zeichen der Solidarität und der Nähe zum ukrainischen Volk“, kündigte der neapolitanische Bürgermeister Gaetano Manfredi an. In Palermo wurden das Rathaus-Gebäude und das städtische Teatro Massimo zu Ehren der Ukraine blau-gelb beleuchtet.

Auch die EU-Kommission zeigt ihre Solidarität mit Kiew. So zeigte sich Palais Berlaymont im Brüsseler Europaviertel am Donnerstagabend in den Farben der ukrainischen Flagge.


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