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Kraft in Lahti Dritter, Sieg an Kobayashi und Granerud

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Stefan Kraft hat am Sonntag seinen 24. Weltcupsieg um 6,7 Zähler verpasst. Der Salzburger, der am Schauplatz Lahti 2017 Doppel-Weltmeister geworden ist, musste sich dem Japaner Ryoyu Kobayashi und dem Norweger Halvor Egner Granerud geschlagen geben - beide erzielten je 278 Punkte und wurde so zu Ex-aequo-Siegern. Nur 5,3 Punkte von seinem ersten Podestplatz trennten Ulrich Wohlgenannt, er wurde Vierter, und auch Manuel Fettner sorgte als Sechster für ein Top-Resultat.

„Ein Traum-Wochenende - man kann es sich nicht besser vorstellen - herrlich“, lautete Stefan Krafts Resümee von Lahti im ORF. Kein Wunder: Tagessieg am Freitag im ersten Einzel, Team-Sieg als Bestätigung des Olympiasieges am Samstag mit seinem Mannschaftskollegen und nun Rang drei. „Das war sehr zum Genießen, es funktioniert sehr cool.“ Die beiden Tagessieger seien eben diesmal besser gewesen. „Ich habe mir heute ein bisschen schwerer getan in der Anfahrtsposition, es ist schwierig es immer wieder Tag für Tag so auf den Punkt zu bringen, aber der zweite (Sprung) war wieder richtig stark. Der erste war ein bisschen zu spät, aber schön, dass man mit einem ein bisschen zu späten Sprung auch wieder Dritter ist.“

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„Superglücklich“ war auch Wohlgenannt nach seinem bisher besten Weltcup-Ergebnis - ein vierter Rang, über den er nicht jammern wolle. „Der zweite Sprung war besser wie am Freitag der Zweite. Ich arbeite mich jetzt dahin. Wer hätte vor einer Woche gedacht, dass ich da rauf fliege und so gut Ski springe und so gut mitreden kann“, erklärte Wohlgenannt, der schon am Freitag mit Rang sechs sein bis dahin bestes Resultat abgeliefert hatte.

Bei Olympia-Einzel-Silbergewinner Manuel Fettner überwog nach Platz sechs die Enttäuschung. „Es ist halt doch sehr schade, weil der zweite Sprung war jetzt richtig Scheiße. Mich hat es gewundert, dass ich überhaupt noch so weit gekommen bin. Im Moment schmerzt es mehr als ich mich freuen kann, morgen werde ich es positiv sehen.“

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Für die Skispringer geht es schon am Dienstag weiter nach Lillehammer, wo die Raw Air beginnt. Stefan Kraft hat Lunte gerochen. „In Norwegen waren wir schon zwei Jahre nicht mehr, ich freue mich schon riesig darauf. Es sind zwei richtig lässige Schanzen, die da jetzt in der Raw Air auf uns zukommen, und körperlich geht es mir auch gut.“

Mit einer politischen Botschaft auf seinen Sprungski hat der Pole Kamil Stoch, Tages-Elfter am Sonntag, auf sich aufmerksam gemacht. „Stop war, better fight in sport“ (Stoppt den Krieg, kämpft lieber im Sport“) war seine Message, die er auch im TV-Interview untermauerte. „Es ist schwer, dass man auf sich selbst konzentriert bleibt, weil was jetzt gerade passiert, nahe an unserer Grenze, berührt mich. Ich kann nicht so tun, als würde nichts passieren“, sagte Stoch im ORF. „Ich kann fühlen, dass etwas Schlechtes passiert und kann mich nicht umdrehen und einfach meine Augen verschließen. Ich möchte zeigen, dass es meiner Meinung nach keinen Platz geben sollte für Gewalt und Krieg.“


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