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Frauentag für mehr Gleichberechtigung zum 111. Mal

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Zum nunmehr 111. Mal findet am Dienstag der Internationale Frauentag statt. Organisationen und Parteien nehmen den Tag zum Anlass, um ihre frauenpolitischen Forderungen zu stellen. Häufig steht der Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung im Vordergrund, um auch Müttern den Zugang zu Vollzeit-Jobs zu ermöglichen. Der Frauentag geht auf einen Streik von Textilarbeiterinnen 1908 in den USA zurück. Sie kritisierten damals die schlechten Arbeitsbedingungen.

Viele Veranstaltungen fanden bereits im Vorfeld des Frauentages statt, aber auch am Dienstag stehen Frauen bei Events im Mittelpunkt: Mit einer Pressekonferenz mit dem Titel „Wanted! Frauenpolitik“ startet der Österreichische Frauenring schon um 8.30 Uhr auf dem Ballhausplatz und kritisiert dabei etwa die lückenhafter Umsetzung der Gewaltschutzmaßnahmen und finanzielle Benachteiligung. Verteidigungsministerin Tanner nimmt den Tag zum Anlass, um Soldatinnen zu besuchen. Bei der Kundgebung von „Take Back The Streets“ wird in Wien gegen Sexismus, Transfeindlichkeit und patriarchale Gewalt demonstriert.

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Die Bertha von Suttner Privatuniversität hält am Nachmittag einen Online-Vortrag über ihre Namensgeberin („Vom literarischen zum politischen Pazifismus: Bertha von Suttner“). Bei der Podiumsdiskussion „Justiz spricht“ diskutiert unter anderem Justizministerin Alma Zadić über „Frauenwege im Menschenrechtsbereich“. Um 18 Uhr startet das Benefizkonzert „Sie - ungewöhnlich selbstverständlich“, unter anderem mit der Initiatorin Ina Regen und der Rapperin Fiva im Wiener Konzerthaus.

1908 hatten Textilarbeiterinnen in den USA gestreikt. Laut den Vereinten Nationen haben dabei Frauen in New York gegen die schlechten Arbeitsbedingungen protestiert. Der Frauentag nahm seinen Anfang. Am 19. März 1911 fand in Wien die erste große Demonstration für die Rechte der Frauen statt.

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