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Neuinfektionsrekord mit 47.795 neuen Fällen seit Dienstag

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Ausgerechnet an jenem Tag, an dem die Regierung die Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesetzt hat, hat das Gesundheitsministerium einen neuen Rekordwert an weiteren Infizierten vermeldet. Seit Dienstag kamen 47.795 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 hinzu, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Der Sieben-Tage-Schnitt stieg auf 32.661 an. Außerdem wurden 42 weitere Todesfälle registriert, seit Pandemiebeginn gab es somit bereits 15.113 Tote.

Vergangenen Samstag wurden weitgehend alle bisherigen Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben, die Nachtgastronomie sperrte wieder auf. Vier Tage später wurden nun knapp 48.000 neue Fälle verzeichnet. Durch die Rekordzahl ist auch die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner gestiegen, sie betrug am Mittwoch 2.559,4. Vor einer Woche hat es noch 39.493 neue Fälle binnen 24 Stunden gegeben. Der bisherige Höchststand - allerdings mit rund 6.000 Nachmeldungen - war am 27. Jänner mit 43.053 weiteren Infizierten verkündet worden. Ohne Nachmeldungen waren am 2. März mit 39.493 Fällen die meisten binnen 24 Stunden registriert worden.

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Am Mittwoch gab es in Österreich 313.593 laborbestätigte aktive Fälle. Das sind mehr Infizierte als beispielsweise die Städte Graz und Kufstein zusammen an Einwohnern haben. Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 2.972.647 bestätigte Fälle gegeben. Als genesen gelten 2.643.941 Personen.

Im Krankenhaus lagen am Mittwoch 2.764 Covid-19-Patientinnen und Patienten, um vier mehr als am Dienstag. Zumindest bezüglich der Zahl der Schwerkranken ist die Lage auf den Intensivstationen stabil. 182 Infizierte müssen dort österreichweit behandelt werden, um 13 weniger als am Vortag. Doch die hohe Zahl an aktiven Fällen führt natürlich auch zu Ausfällen beim Personal und dadurch zu Engpässen.

Jeden Tag sterben derzeit durchschnittlich mehr als 32 Covid-19-Erkrankte. Allein in der vergangenen Woche wurden 225 Todesfälle registriert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 169,2 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Weiter rückläufig ist in Österreich die Test-Bereitschaft. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 615.761 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren 470.350 aussagekräftige PCR-Tests, 10,2 Prozent fielen positiv aus. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich 486.206 PCR-Tests analysiert, 6,7 Prozent lieferten positive Ergebnisse.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Vorarlberg mit 2.930,1, gefolgt von Niederösterreich, Steiermark und Salzburg (2.847,7, 2.775,3 bzw. 2.689,1). Dahinter reihen sich Oberösterreich (2.602,2), Tirol (2.541,4), das Burgenland (2.298,6), Kärnten (2.261) und Wien (2.151,9). In der Bundeshauptstadt gilt unter anderem in der Gastro weiterhin die 2G-Regel und eine konsequentere Maskenpflicht. Mit der strengeren Linie ist Wien bisher besser durch die Pandemie gekommen.

Am Mittwoch verkündete die Regierung eine Pause für die ohnedies bisher nicht sanktionierte und kontrollierte Impfpflicht. Die Zahlen zeigen, dass an der Schutzimpfung immer weniger Österreicher Interesse haben. Nur 4.257 Impfungen sind am Dienstag durchgeführt worden. Nicht mal zehn Prozent davon waren Erststiche, einen solchen holten sich am Dienstag nur 411 Menschen. In der vergangenen Woche wurden österreichweit in Summe 31.900 Impfungen verabreicht - das sind weniger als es derzeit täglich neue Infektionsfälle gibt.

Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.805.683 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Genau 6.238.583 Menschen und somit 69,8 Prozent der Österreicher verfügen derzeit über einen gültigen Impfschutz.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 76 Prozent. In Niederösterreich haben 71,9 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 70,6 Prozent. Nach Wien (68,9), Tirol (67,9), Kärnten (66,7), Salzburg (66) und Vorarlberg (65,8) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 65,4 Prozent.


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