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Neuer „Parsifal“ nach fast vier Jahrzehnten in Linz

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Richard Wagners letzte Oper „Parsifal“ erlebt nach 39 Jahren eine neue Inszenierung am Landestheater Linz. Premiere des „Bühnenweihfestspieles“ ist am kommenden Samstag im Linzer Musiktheater. Die musikalische Leitung hat Markus Poschner, sein Bruckner Orchester Linz interpretiert im Orchestergraben Wagners Musik. Insgesamt sind in der Produktion rund 200 Mitwirkende im Einsatz. Die Inszenierung leitet Schauspielchef Stephan Suschke.

Die Parsival-Handlung, auf die auch Richard Wagners Text zurückgeht, verknüpft christliche Elemente mit heidnischen Kulten, es geht um die Gegensätze von Männer- und Frauen-Welt, um Schuld und Erlösung, Sexualität, Heilungs- und Paradiesfantasien. Der Gral ist das verehrte wundertätige Abendmahls-Gefäß Jesu, die blutende Lanze eine Reliquie vom Kreuz Jesu. Für Dirigent Markus Poschner - wie er am Mittwoch bei einem Mediengespräch sagte - ist die Handlung oratorienhaft. „Parsifal“ sei wegen seiner verschiedenen Aspekte eine Herausforderung. Richard Wagners Bezeichnung „Bühnenweihfestspiel“ bringe die drei großen Themen des Werks zum Ausdruck: das Liebesthema, das Glaubensthema und die Bedeutung des Gral, so Poschner. Das Werk erfordere einen „gigantischen Orchesterapparat, aber das ist ja unsere Spezialität“.

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Die Titelpartie singt in Linz als Gast der deutsche Tenor Heiko Börner, der damit sein Rollendebüt als Parsifal feiert. Alle übrigen Hauptpartien sind mit Ensemblemitgliedern besetzt: Martin Achrainer (Amfortas), William Mason (Titurel), Michael Wagner (Gurnemanz), Adam Kim (Klingsor) und Katherine Lerner (Kundry). Chor, Extrachor, Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz komplettieren die Sängerschar.

Die letzte hauseigene Produktion des „Parsifal“ am Landestheater Linz gab es 1983. Dann folgten 1993, 1996 und 2002 konzertante Aufführungen im Linzer Brucknerhaus mit Bayreuth-Niveau bei den Solisten. Ebenfalls auf internationale Sänger setzte auch das Richard Wagner Festival, zuletzt 2004 und 2012 in Wels, inszeniert freilich im Stil vergangener Zeiten. William Mason, langjähriges und geschätztes Ensemblemitglied des Landestheaters Linz, sang hier bereits 1983 einen jugendlichen, gar nicht „greisenhaften“, Gurnemanz und ist nun bei der Neuinszenierung im Musiktheater als Titurel neuerlich auf der Bühne.

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