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Knappes Rennen bei Präsidentenwahl in Südkorea

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Bei der Präsidentenwahl in Südkorea haben sich Bewerber der Regierungspartei, Lee Jae-myung, und der Oppositionskandidat Yoon Suk-yeol ein knappes Rennen geliefert. Der rechtskonservative Yoon war in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) nach Auszählung von 90 Prozent der Stimmen mit 48,6 Prozent leicht vorne. Der linksliberale Lee kam demnach auf 47,8 Prozent der Stimmen. Sollte Yoon seinen Vorsprung behaupten, käme es zu einem Machtwechsel.

Bereits Nachwahlbefragungen hatten Yoon knapp vor Lee gesehen. Ein knappes Rennen zwischen den beiden war erwartet worden. Gewählt wird der Nachfolger von Präsident Moon Jae-in, dessen einmalige fünfjährige Amtszeit im Mai endet. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,1 Prozent, wie die staatliche Wahlkommission am Mittwoch mitteilte. Damit lag sie nur leicht unter dem Wert der Wahl 2017.

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Der ehemalige Generalstaatsanwalt Yoon rief während des Wahlkampfes die Bürger dazu auf, einen Machtwechsel herbeizuführen. Vor fünf Jahren hatten die Konservativen eine deutliche Niederlage erlitten. Yoon, der für die größte Oppositionspartei, Partei Macht des Volkes, kandidiert, gilt als politischer Neuling. Lee, der bis zum vergangenen Oktober Gouverneur der nordwestlichen Provinz Gyeonggi war, hat sich zum Ziel gesetzt, die Politik des Landes zu erneuern.

Lee will im Fall eines Sieges wie Moon trotz des Streits um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm weiter auf das Nachbarland zugehen und dabei neue Ansätze verfolgen. Yoon, der für die größte Oppositionspartei, Partei Macht des Volkes (PPP), kandidierte, warf der Regierung Versagen im Umgang mit Nordkorea vor. Von ihm wird eine härtere Gangart gegen Pjöngjang erwartet, sollte er die Wahl gewinnen. Beide Kandidaten hatten sich eine deutliche Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie zum Ziel gesetzt.

Überschattet war die Wahl von sprunghaft steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden überstieg die Zahl der täglich erfassten Fälle am Dienstag erstmals 300.000. Um auch infizierte Personen wählen zu lassen, sollen die Wahllokale noch eineinhalb Stunden nach der sonst regulären Schließung um 18.00 Uhr (10.00 Uhr MEZ) geöffnet bleiben. Etwa 44,2 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Der neue Staatschef beginnt seine Amtszeit im Mai.


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