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Außenminister Kuleba und Lawrow verhandeln in der Türkei

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Es wäre das ranghöchste Treffen zwischen Moskau und Kiew seit Kriegsbeginn: Am Donnerstag wollen der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein ukrainischer Kollege Dmytro Kuleba zu Gesprächen im türkischen Antalya zusammenkommen. Angekündigt sind Verhandlungen gemeinsam mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu.

„Ich sage Ihnen ganz offen, dass ich nur geringe Erwartungen an die Verhandlungen habe“, sagte Kuleba am Mittwoch in einem Facebook-Clip. „Aber wir werden fraglos maximalen Druck ausüben.“ Er hoffe, dass Lawrow in Antalya tatsächlich nach einer Lösung suchen wolle, wie der Krieg zu beenden sei - „und nicht aus propagandistischen Gründen“ anreise. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete das geplante Treffen in dem türkischen Badeort vorab als „sehr wichtig“, fügte aber hinzu: „Lassen Sie uns nicht vorgreifen. Lassen Sie uns das Treffen selbst abwarten.“

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Als Bedingung für eine Einstellung der Gefechte fordert Russland, dass sich die Ukraine in ihrer Verfassung für neutral erklärt. Zudem müsse Kiew die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisch sowie die Separatistengebiete als unabhängig anerkennen. Die Ukraine lehnt das bisher in weiten Teilen aber ab, Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich aber kompromissbereit gezeigt. „In jeder Verhandlung ist mein Ziel, den Krieg mit Russland zu beenden. Und ich bin auch bereit zu bestimmten Schritten“, sagte Selenskyj der deutschen „Bild“-Zeitung (Donnerstag). „Man kann Kompromisse eingehen, aber diese dürfen nicht der Verrat meines Landes sein“, betonte Selenskyj, ohne Details zu nennen. Allerdings müsse auch die Gegenseite zu Kompromissen bereit sein.

Die russische Delegation bei den Friedensverhandlungen mit der Ukraine ist nach Angaben des russischen Unterhändlers Leonid Slutsky hingegen zu keinen Konzessionen bereit. Man werde nicht in einem einzigen Punkt nachgeben, zitiert ihn die Nachrichtenagentur RIA.

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