Entgeltliche Einschaltung

ÖBB stellt Verstärkerzug nach Deutschland bereit

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Knapp über 4.000 Vertriebene aus der Ukraine hat die ÖBB auch gestern Freitag auf insgesamt 50 Zügen über den gesamten Tag befördert. Nachdem besonders der letzte Zug von Budapest nach München (Planabfahrt 23.27 Uhr) beim Eintreffen im Wiener Hauptbahnhof oft schon überbelegt angekommen war, stellen die Bundesbahnen am Samstag nun einen Verstärkerzug bereit. Ein Railjet wird ab da am selben Bahnsteig bei Bedarf weitere 420 Plätze bieten.

Der Zug wird demnach kurz nach dem EN462 um ca 23.50 Uhr abfahren und gegen 5.20 Uhr in München ankommen, gaben die ÖBB am Samstag gegenüber der APA bekannt. Bisher konnten Menschen in Wien aus Sicherheitsgründen oft nicht mehr in den überfüllten Zug zusteigen.

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Über Nacht durften gestern, Freitag, rund 200 Personen auf dem an sich gesperrten Bahnhof bleiben, im allgemeinen Wartebereich, 50 im Nachtwarteraum. Diesen Menschen war es wichtig zu bleiben, um so möglichst rasch in der Früh weiterzureisen, betonten die ÖBB. Die ÖBB zudem einen zusätzlichen Wartebereich im hinteren, ruhigeren Bahnhofsteil vor allem für Mütter mit Kindern bereit. Dort werden die Menschen wie gewohnt von der Caritas versorgt. Zusätzlich wird vonseiten der ÖBB den ganzen Tag über Tee ausgeschenkt.

Damit aus der Ukraine Vertriebene alle nötige Information erhalten, gibt es zudem eine neue Seite auf oebb.at online: Auf Ukrainisch, Englisch und Deutsch finden sich hier aktuelle Infos zu den Tickets, Möglichkeiten der Weiterreise sowie zur Versorgung/Unterbringung in Wien.

An sich sei der Zustrom der Menschen auf der Flucht ist derzeit im Regelverkehr bewältigbar. Die Menschen erhalten am späten Nachmittag bzw. am Abend Info-Blätter in Ukrainisch und Englisch, ob am selben Abend noch Züge weitergehen bzw. wann die nächsten Züge in der Früh starten, berichteten die ÖBB weiter.

Die Fahrt durch Österreich ist für die Vertriebenen kostenlos, da die ÖBB für sie ein eigenen Notticket anbietet. Dies wird derzeit von etwa 1.000 Betroffenen per Tag in Anspruch genommen. Die meisten Menschen kommen in Zügen nach wie vor aus Ungarn (Budapest), Tschechien (Prag) und der Slowakei. Stark besetzt ist auch täglich der um 19.49 Uhr einfahrende Zug aus Przemysl in Polen.

Am Hauptbahnhof verbleiben aktuelle 100 - 150 Menschen über Nacht, im von den ÖBB eigens eingerichteten „Nacht-Warteraum“ sind es rund 50, die von Caritas versorgt werden, der Rest im allgemeinen Wartebereich. Die WC-Anlagen werden natürlich kostenlos genutzt, auch kostenfreie Handy-Lademöglichkeiten sind gegeben (Reisezentrum). Sollte es weiteren Bedarf geben, stehen die ÖBB laut eigenen Angaben für jede Art von Hilfe bereit. Im ständigen Austausch mit Verkehrsministerium, Behörden und Nachbarbahnen können auf Nachfrage gemeinsame Aktivitäten und Maßnahmen gestartet werden.

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