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Skisprung-Königin Kramer fixierte vorzeitig Gesamtweltcup

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Die saisonale Fahrt auf der emotionalen Hochschaubahn endet für Sara Marita Kramer doch noch mit einem großen Hoch. Gut einen Monat, nachdem für die Überfliegerin mit dem corona-bedingten Verpassen der Olympischen Spiele eine Skisprung-Welt zusammengebrochen war, fixierte sie am Samstag in Oberhof vorzeitig den Titel als beste Skispringerin der Saison 2021/22. Die 20-jährige Salzburgerin ist erstmals Gesamtweltcup-Siegerin.

Sieben Jahre nach Daniela Iraschko-Stolz holte Kramer Überfälliges nach. Nach Pleiten, Pech und Pannen lief für die Perfektionistin in der Summe einer ganzen Saison alles perfekt - in ihren 17 Einzelbewerben stand sie elfmal auf dem Stockerl, sieben Mal davon ganz oben. Schon jetzt hat die Gesamt-Dritte des Vorjahres 15 Weltcup-Siege vorzuweisen. Zum Vergleich: Damit ist Kramer trotz ihres noch jungen Alters nur noch einen Erfolg vom Österreich-Rekord der 18 Jahre älteren Iraschko-Stolz entfernt.

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Der Triumph war Balsam auf einer jungen, jüngst geschundenen Sportlerseele. Als sie Olympia in Peking im Februar verpasste, fiel die niederländisch-österreichische Doppelstaatsbürgerin in ein Motivationsloch, die Skisprung-Skier landeten tagelang im Eck. Kein Wunder, es war schon der dritte massive sportliche Rückschlag gewesen.

Ende März verpasste sie den Gesamtsieg im Weltcup nur um elf Punkte, in einem Herzschlagfinale wurde sie von der Slowenin Nika Kriznar und der Japanerin Sara Takanashi distanziert. Die Entscheidung im Dreikampf war schon rund fünf Wochen davor beim Weltcup in Rasnov gefallen, als Kramer nach einem mutmaßlich falsch-positiven Coronatest nicht hatte antreten dürfen. Bei der dann folgenden WM in Oberstdorf sorgten ein Jury-Lapsus von der Normalschanze für „Blech“ und von der Großschanze die Nerven für einen weiteren vierten Rang.

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Den ÖSV-Jungstar zeichnet aus, dass sie auch bei ersten Plätzen nicht immer mit sich zufrieden ist und quasi vom obersten Treppchen des Siegespodestes weg die ihrer Meinung nach nicht optimale Qualität bemängelt. Diese Einstellung zeichnet Kramer aus, machen die unverschuldeten „Niederlagen“ aber auch umso schmerzvoller.

„Ich hoffe, dass ich jetzt dann irgendwann einmal Glück habe. Weil das war jetzt in den letzten Jahren leider nicht da“, bekundete Kramer zuletzt in einer Medienrunde. Am Sonntag überschritt sie endlich auch die Schwelle zum Glück.


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