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Siege für Salzburg, Austria und Rapid in der Meistergruppe

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Red Bull Salzburg hat gleich in der ersten Meistergruppen-Runde der Fußball-Bundesliga einen großen Schritt Richtung erfolgreicher Titelverteidigung geschafft. Die Mozartstädter feierten am Sonntag gegen Sturm Graz einen 1:0-Heimsieg und liegen nun elf Punkte vor dem neuen ersten Verfolger Austria Wien, der sich daheim gegen den WAC 2:1 durchsetzte. Auch Rapid startete erfolgreich, die Hütteldorfer gewannen bei Austria Klagenfurt 3:1.

Das Titelrennen scheint schon nach der ersten von zehn Runden der Meistergruppe entschieden. Serienmeister Red Bull Salzburg rang seinen bis dahin ersten Verfolger Sturm Graz am Sonntag zu Hause mit 1:0 (0:0) nieder und führt nun elf Punkte vor der Wiener Austria und zwölf vor Sturm. Das Goldtor erzielte Maximilian Wöber (55.). Salzburg gelang damit trotz Anlaufschwierigkeiten Wiedergutmachung für das 1:7 beim Champions-League-Aus bei Bayern München.

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Salzburg gewann damit auch den sechsten Pflichtspiel-Vergleich in Folge mit Sturm. Von ihren jüngsten 22 Liga-Heimspielen haben die Bullen 20 gewonnen und zweimal Remis gespielt. Sturm dagegen kassierte die erste Niederlage nach davor sieben ungeschlagenen Ligaspielen. Erstmals in dieser Bundesliga-Saison gelang den Grazern in einem Auswärtsspiel kein Treffer. Seit der Winterpause stehen für das Team von Christian Ilzer nun ein Sieg, drei Remis und eine Niederlage zu Buche.

Die Austria hat einen idealen Start in die Meistergruppe hingelegt. Marco Djuricin (13.) und Eren Keles (47.) netzten für die „Veilchen“, die bereits ihren fünften vollen Erfolg in Serie feierten. Der WAC traf nur durch Michael Liendl (26.) und rutschte auf Rang vier zurück. Den ersten Aufreger brachte schon die zweite Minute: WAC-Verteidiger Luka Lochoshvili und Marvin Martins prallten mit den Köpfen unglücklich aneinander, Lochoshvili musste behandelt und bei Wiederaufnahme der Partie in der sechsten Minute für Adis Jasic gewechselt werden.

Die Austria machte sich bald danach durch Eren Keles bemerkbar, dessen Schuss nur knapp am langen Eck vorbeiging (8.). Wenig später lieferte Keles dann den Assist zum 1:0. Kofler konnte die aufspringende Hereingabe nicht bändigen, Djuricin staubte ab. Es war das siebente Saisontor des Routiniers, das erste seit 23. Oktober 2021. Der WAC schien doppelt geschockt, verlor die Bälle meist im Mittelfeld. Bis zur 26. Minute: Da erkannte Verteidiger Amar Dedic den sich bietenden Raum, dribbelte sich bis zum gegnerischen Strafraum und gab auf Christopher Wernitznig ab. Dieser bediente Liendl, dessen Schuss direkt unter die Latte Markus Suttner unglücklich abfälschte.

Der Wiederbeginn nach der Pause hätte für die Austria besser nicht sein können. Nach einer Ecke klärten die Kärntner den Ball zu Keles, der aus genau 16 Metern flach ins lange Eck abzog. Für Unterhaltung war gesorgt, der WAC machte Druck, die Austria verzeichnete in der Folge immer wieder gute Umschaltmomente mit Ohio, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Der WAC versuchte im Finish noch einmal viel Druck aufzubauen, biss sich an der violetten Defensive aber meist die Zähne aus.

Austria-Stadtrivale Rapid setzte sich im Wörthersee Stadion mit 3:1 durch, die Tore erzielten Marco Grüll, Bernhard Zimmermann und Yusuf Demir. Der in der 53. Minute ausgeschlossene Turgay Gemicibasi hatte in der 41. Minute aus einem Elfmeter für den Anschlusstreffer der Hausherren gesorgt. Erst vor einer Woche hatte Rapid in Wien gegen die Klagenfurter 3:0 gewonnen. Diesmal reichte es wieder zu drei Punkten für den Vizemeister, auch weil sich Grün-Weiß nach einer ausgeglichenen Anfangsphase eiskalt in der Chancenverwertung präsentierte.

Nach einem weiten Pass von Dejan Petrovic stand Grüll allein vor dem Tor und ließ Goalie Phillip Menzel keine Chance (27.). Acht Minuten später schlug Martin Moormann eine Idealflanke zur Mitte und Zimmermann musste nur noch einköpfeln. Mit einer kuriosen Situation fand Austria Klagenfurt zurück ins Spiel: Nach einem hohen Ball in den Sechzehner gingen Kevin Wimmer und Filip Stojkovic ins Kopfballduell, der Ball landete auf dem Arm von Wimmer und Schiedsrichter Markus Hameter entschied auf Elfmeter, den Gemicibasi verwandelte (41.). Bald nach dem Seitenwechsel war die Partie entschieden. Zunächst stellte Demir per Kopf nach Flanke von Grüll auf 3:1 für Rapid (49.) - es war das erste Tor des ÖFB-Teamspielers für Rapid seit seiner Rückkehr vom FC Barcelona. Dann sah Gemicibasi nach einem Zweikampf mit Stojkovic Gelb-Rot (53.).

In der Qualifikationsgruppe hat sich der LASK den Frust nach dem enttäuschenden Auftritt im Europacup am Donnerstag von der Seele geschossen. Die Athletiker fertigten im ersten Spiel WSG Tirol am Sonntag in Pasching mit 6:0 (3:0) ab und übernahmen damit auch gleich einmal die Tabellenführung, einen Zähler vor dem Oberösterreich-Rivalen SV Ried. Die Truppe von Trainer Andreas Wieland tankte damit auch Selbstvertrauen für das Rückspiel gegen Slavia Prag.

Da gilt es am Donnerstag im zweiten Teil des Europa-Conference-League-Achtelfinales gegen den tschechischen Serienmeister in St. Pölten einen 1:4-Rückstand wettzumachen. Der anstelle von Thomas Goiginger in die Startelf gerückte Keita Nakamura (9.) leitete den Sieg vor 4.000 Fans früh ein, Florian Flecker legte noch in Hälfte eins einen Doppelpack (26., 41.) nach. Nach Wiederbeginn trugen sich auch noch Peter Michorl (52.), der offensiver als zuletzt agierte, und Alexander Schmidt (73.) und neuerlich Nakamura (88.) in die Schützenliste ein. Flecker bereitete auch zwei Tore vor, war damit die herausragende Figur in der Raiffeisen Arena.


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