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Brennsteiner liebäugelt vor Weltcup-Finale mit erstem Sieg

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Bei seinem zweiten Platz am Sonntag hat Stefan in Kranjska Gora schon kräftig am obersten Treppchen gekratzt. „Ich hätte schon mit dem Sieg geliebäugelt“, gestand der Salzburger, der Henrik Kristoffersen den Vortritt lassen musste, nach seinem zweiten Lauf. „Ich habe alles gegeben, was ich gehabt habe, dass sich das vielleicht ausgeht.“ Wie schon im Vorjahr scheint Brennsteiner im Finish richtig in Fahrt zu kommen. Gute Vorzeichen jedenfalls für das letzte Rennen in Meribel.

„Cool, dass es heute so ausgegangen ist“, meinte der 30-Jährige nach seinem besten Weltcup-Resultat bisher. „Vor dem zweiten Lauf war die Ausgangssituation (mit Platz fünf/Anm.) super, im ersten habe ich einen gescheiten Fehler eingebaut“, rekapitulierte er die Szene, als er kurz nach dem Start weit abgerutscht war. Ab da zündete Brennsteiner aber den Turbo, holte auf den Führenden Marco Odermatt Zehntel um Zehntel bis ins Ziel auf. Mit der drittbesten Laufzeit im Finale - knapp hinter Sieger Henrik Kristoffersen und Lucas Braathen - gelang ihm der Sprung auf das Stockerl.

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„Derzeit bin ich vom Schwung her und in manchen Passagen mit der Schnellste, aber das kann morgen wieder komplett anders sein oder nächste Woche“, sagte Brennsteiner, der im Februar beim Olympia-RTL nach dem ersten Durchgang nur vier Hundertstelsekunden hinter Odermatt gelegen war, jedoch in der Entscheidung stürzte. Mit einer individuellen Topleistung holte Brennsteiner zum Abschluss mit Kolleginnen und Kollegen in Yanqing noch Gold im Teambewerb - ein versöhnliches Ende für den so oft unvollendeten Pinzgauer.

Generell scheint ihm die zweite Saisonhälfte mehr zu liegen. Im Vorjahr gab es zum Saison-Kehraus in Bansko und Kranjska Gora und zwei dritte Plätze - es waren die ersten Podiumsplatzierungen in seiner Karriere. Auch in diesem Winter war vor Februar nicht viel los. Platz sieben in Alta Badia war sein bestes Ergebnis bis zur Olympia-Pause. Die Ursache für das späte Erwachen kennt Brennsteiner nicht. „Vielleicht sind es die Pollen, der Heuschnupfen“, scherzte er. „Normalerweise mag ich ja den Winter mehr.“

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Er habe jedoch, verriet er dann doch, nach seinem Ausfall im Jänner in Adelboden beim Material getüftelt und unter anderem mit einem kürzeren Ski wieder mehr Sicherheit gefunden. „Dann hab ich gesagt: Zurück wieder auf Altbewährtes und da wieder einzelne Ski raustesten. Das hat gut funktioniert“, berichtete Brennsteiner. In Kranjska Gora fühle er sich zudem immer wohl. „Die Stimmung ist super.“

ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher attestierte Brennsteiner eine „sehr gute Leistung“. „Im Frühjahr schaut es so, als ob der ‚Brandy‘ in Form kommen würde. Wahrscheinlich ist er, wenn er den Fehler im ersten Lauf nicht macht, der schnellste Riesentorläufer auf diesem Berg“, sagte der Tiroler, der in der kommenden Woche seine letzten Rennen als Chef von Österreichs Männern erlebt.

Der letzte Riesentorlauf steht am Samstag beim Finale in Courchevel/Meribel an. Als Schauplatz seines ersten Sieges hätte Brennsteiner auch gegen die französischen Alpen nichts einzuwenden. „Ich glaube, so etwas muss passieren“, betonte er. „Wenn Set-up und Material wieder so zusammenpassen, dann glaube ich, es ist alles drin.“


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