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Salzburg nach Bayern-Debakel national wieder auf Schiene

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Red Bull Salzburg nimmt Kurs auf den neunten Fußball-Meistertitel in Folge. Der Vorsprung auf den neuen ersten Verfolger Austria Wien beträgt auch nach der Punkteteilung bereits elf Zähler. Noch mehr wog für die Salzburger beim 1:0-Heimsieg am Sonntag im Bundesliga-Schlager gegen Sturm Graz aber, das 1:7-Debakel in der Champions League bei Bayern München hinter sich gelassen zu haben. Am Mittwoch (18.00 Uhr/live ORF 1) wartet nun das Cup-Halbfinale beim WAC.

„Jetzt richten wir den Blick nach vorne“, sagte Salzburg-Trainer Matthias Jaissle. Der Deutsche sprach seiner Mannschaft trotz erheblicher Anlaufschwierigkeiten gegen Sturm ein Kompliment aus. „Man darf nicht vergessen, dass es nicht so einfach ist bei so einer jungen Truppe, nach einem 7:1 unter der Woche wieder voll auf der Höhe zu sein - körperlich und mental.“ Auch das Cup-Halbfinale werde man „hochkonzentriert“ in Angriff nehmen.

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Dass die Titelentscheidung in der Liga neun Runden vor Schluss bereits gefallen sei, will man in Salzburg so nicht stehen lassen. „Es darf nicht in unseren Kopf, dass die Saison schon zu Ende wäre“, meinte Maximilian Wöber, der Goldtorschütze gegen Sturm. „Es darf kein Schlendrian einreißen, sonst könnte es noch einmal eng werden.“ Das lasse Coach Jaissle aber ohnehin nicht zu. „Wir müssen jedes Spiel als Finalspiel sehen, dann werden wir hoffentlich früh den Meistertitel holen.“

Nach dem Cup geht es am Sonntag auch in der Liga auswärts gegen den WAC. Nach der Länderspielpause folgt am 3. April der Heim-Schlager gegen Rapid. 27 Pflichtspiele in Folge sind die Salzburger im eigenen Stadion nun ungeschlagen, gegen Sturm kamen trotz perfekten Fußballwetters aber nicht einmal 9.000 Zuschauer. „Es hätte auch uns gefreut, wenn 15.000 da gewesen wären“, erklärte Wöber. „Eigentlich wäre alles angerichtet gewesen, wir haben aber trotzdem immer einen super Support.“

Für Diskussionen sorgten die beiden verhängten, aber nach Video-Studium zurückgenommenen Elfmeter für Sturm. „Ich kann es nachvollziehen, dass es bitter ist“, sagte Jaissle. „Aber ich vertraue dem Regelwerk, dazu ist es da.“ Sowohl bei Nicolas Seiwald als auch seinem Kapitän Andreas Ulmer war der Ball von einem eigenen Körperteil an der Hand gelandet. Zweimal sei sein Team durch den Pfiff und die folgende Revidierung aber um gefährliche Angriffssituationen gebracht worden, monierte Sturm-Trainer Christian Ilzer.

Bei Ulmer habe es sich zudem nur um einen „Hüft-Streifball“ gehandelt. Ilzer sah zumindest in dieser Situation in der Nachspielzeit einen klaren Strafstoß. Referee Dieter Muckenhammer hätte bei guter Sicht auch zweimal Elfmeter gegeben. „Da habe ich mich nicht einzumischen, wenn es keine klare Fehlentscheidung war“, sagte Ilzer in Richtung von Video-Assistent Harald Lechner. „Da war irgendwoanders in einem Kämmerlein in Wien jemand zu wichtig.“

Die Steirer ärgerten sich, aus einer guten Leistung in Salzburg nichts Zählbares mitgenommen zu haben. „Es wären für uns Big Points gewesen“, meinte Ilzer. „Um in Salzburg erfolgreich zu sein, muss man aus wenig sehr viel herausholen. Das ist uns leider nicht gelungen.“ Seim Team liegt nach der ersten Niederlage des Jahres 2022 nur noch auf dem dritten Tabellenplatz - punktegleich mit dem WAC und Rapid.

Nächsten Sonntag geht es gegen Austria Klagenfurt, die Europacup-Qualifikation bleibt das erklärte Ziel. „Für das, was wir vorhaben, müssen wir gegen Klagenfurt gewinnen“, forderte Ilzer. Den Bullen gratulierte der Sturm-Coach praktisch schon zum Meistertitel: „Wir hätten es gerne noch einmal spannend gemacht, aber Salzburg wird sich das bei diesem Vorsprung nicht mehr nehmen lassen.“


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