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Oscar-Preisträger William Hurt mit 71 Jahren gestorben

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Er gehörte zu den prägenden Gesichtern Hollywoods und ist nun kurz vor seinem 72. Geburtstag verstorben: William Hurt erlag am Sonntag den Folgen seines Prostatakrebses. Hurt hatte ab den 1980ern Erfolge in der Traumfabrik gefeiert und war 1986 mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller im Film „Der Kuss der Spinnenfrau“ ausgezeichnet worden. Darin spielte er einen homosexuellen Häftling, der mit anderen politischen Gefangenen während einer Militärdiktatur im Gefängnis sitzt.

Diese Ehrung blieb nicht die einzige in der Karriere des am 20. März 1950 in der US-Hauptstadt Washington geborenen Schauspielers, der zunächst Theologie studiert hatte, bevor er sich dem Theater zuwandte. So war Hurt alleine drei weitere Male für einen Oscar nominiert: 1987 als Lehrer im Gehörlosendrama „Gottes vergessene Kinder“, im Jahr darauf als Nachrichtensprecher in der Mediensatire „Nachrichtenfieber - Broadcast News“ und schließlich 2006 als bester Nebendarsteller im Gangsterdrama „A History of Violence“.

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Die Karriere des vielseitigen Darstellers blieb dabei nicht auf die tiefgründigen Dramen begrenzt. So übernahm er 2008 in „Der unglaubliche Hulk“ erstmals die Rolle des General Thaddeus Ross im Kosmos des Marvel Cinematic Universe. Den Part verkörperte er in Folge immer wieder, zuletzt 2021 in „Black Widow“, was dem nachdenklichen, intellektuellen Image des Darstellers eine neue Facette hinzufügte. Zugleich blieb Hurt stets auch dem Theater als seiner frühen Passion treu.

Sein Privatleben versuchte der vierfache Vater hingegen eher abseits des Rampenlichts zu halten - was nicht immer gelang. Ex-Freundin und Filmpartnerin Marlee Matlin schrieb in ihren Memoiren über angeblichen Missbrauch in der gemeinsamen zweijährigen Beziehung. In den 1980er- und 1990er-Jahren war Hurt zweimal verheiratet. Eines seiner Kinder stammte aus der Beziehung mit der französischen Schauspielerin Sandrine Bonnaire. Eine andere Frau, mit der Hurt einen Sohn hatte, sorgte mit einer Unterhaltsklage für Schlagzeilen.

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Nachdem der frühe Tod von William Hurt nun bekannt wurde, bekundeten zahlreiche Kollegen wie Antonio Banderas oder Mark Ruffalo in den Sozialen Netzwerken ihr Beileid. Russell Crowe erinnerte sich auf Twitter: „Während Robin Hood war mir bewusst, dass er einen Ruf hatte, Anderen Fragen zu deren Charakteren zu stellen. Also hatte ich einen Ordner über das Leben von William Marshall erstellt. Als er am Set ankam, hat er mich aufgesucht. Ich gab ihm meinen Stapel. Ich bin nicht sicher, ob ich je ein größeres Grinsen gesehen habe. Ruhe in Frieden.“


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